SC Wiedenbrück bittet zum Verfolgerduell
Bild: Dünhölter
Der Kapitän drängt zurück ins Team: In Siegen kam Wiedenbrück aber auch ohne Oliver Zech (r.) ganz gut zurecht.
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Es bleibt dabei: Beim SC Wiedenbrück spuckt niemand große Töne, auch vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Schermbeck ist von einem Angriff auf die Tabellenspitze keine Rede. In Erinnerung an das schwache 2:2 gegen Hamm vor zwei Wochen lässt sich Trainer Björn Mehnert im Vorfeld des Verfolgerduells aber immerhin zu dieser Aussage überreden: „Zuhause haben wir etwas gutzumachen.“

Zuletzt weniger als 300 Zuschauer

Schließlich lautete eines der offiziellen Saisonziele des SCW nach dem Regionalliga-Abstieg, die Herzen des Publikums wiederzugewinnen. Mit attraktivem und vor allem erfolgreichen Fußball, vorgetragen von einer Mannschaft, mit der sich der Wiedenbrücker identifizieren kann. Die Realität gegen das Schlusslicht aus Hamm sah so aus: weniger als 300 Zuschauer, die sich dann über ein Remis ärgern mussten. Der Vorsatz von Mehnert ist also aller Ehren wert.

„So schlecht ist das nicht“

Der Trainer betont allerdings auch: „Aus den drei Heimspielen haben wir sieben Punkte geholt, so schlecht ist das nicht.“ Und überhaupt: Nach dem souveränen 2:0-Erfolg bei den Sportfreunden Siegen am vergangenen Spieltag sieht die Perspektive des SCW sehr ordentlich aus. Mit zwölf Punkten aus sieben Partien auf dem Konto ist die Tabellenspitze nur zwei Zähler entfernt. Wobei das auch für Schermbeck gilt, das eine identische Bilanz vorweist.

FCG: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wenn nicht jetzt, wann dann? Oberligist FC Gütersloh empfängt am achten Spieltag Tabellenschlusslicht Hamm und hofft auf den dritten Saisonsieg. Vier Unentschieden stehen für die Gäste bislang zu Buche, und als einziges Team der Liga warten sie noch auf den ersten Saisonsieg. An diesem Dreier schnupperten die Hammer am letzten Spieltag lange Zeit, um dann noch in Überzahl gegen ASC Dortmund den Ausgleich zu kassieren. Auch FCG-Nachbar SC Wiedenbrück hat so seine Erfahrungen mit dem von René Lewejohann trainierten Team gemacht. Mit Ach und Krach reichte es für den SCW am sechsten Spieltag zu einem 2:2-Unentschieden im Jahnstadion.

Hesse ist gewarnt

Der FC Gütersloh dürfte gewarnt sein, nicht zuletzt nach dem Spielverlauf gegen Rot-Weiß Ahlen. Trainer Julian Hesse wollte bei RWA „unbedingt etwas mitnehmen“. Das ist dem FC Gütersloh zwar gelungen, aber die Ausbeute hätte am Ende sogar richtig dick sein können. Der FCG – erneut ersatzgeschwächt – wähnte sich beim Tabellendritten Rot Weiß Ahlen schon auf der Siegerstraße, aber kurz vor Schluss musste sich das Team mit einem 1:1 (0:1) begnügen. „Das ist natürlich ganz bitter, wenn man in der letzten Minute den Ausgleich bekommt. Alles in allem geht der Punkt aber in Ordnung, auch wenn wir Ahlen lange kaum eine klare Chance gelassen haben“, lautete das Fazit von Julian Hesse.

Weitere Hintergründe zu den Heimspielen des SC Wiedenbrück und FC Gütersloh in der Fußball-Oberliga lesen Sie am Samstag, 28. September, in der „Glocke“.

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