SCR-Trainer Atalan stochert im FCG-Nebel
Bild: Rollié
Emir Bajric und den anderen Roländern geben die Gütersloher derzeit einige Rätsel auf.
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„Sie werden jetzt neues Leben eingehaucht bekommen.“ Unter der Woche trat mit Heiko Bonan ein neuer Mann den Chefposten beim FCG an, von dem Atalan nicht allzu viel weiß. „Es ist das erste Mal, dass ich meine Mannschaft nicht so auf ein Spiel vorbereiten kann, wie ich mir das vorstelle“, bedauerte der Roländer Verantwortliche. Er versuchte zwar, bei ehemaligen Vereinen etwas über Bonans Spielsystem herauszufinden, aber das gelang nur teilweise. „Dass ich viel über ihn weiß, entspricht nicht der Wahrheit“, gab er zu.

Dazu hat Gütersloh das Faustpfand einer starken Mannschaft, die nach ihrer Form suchte, in der Hinterhand. „Ich erwarte einen harten Brocken“, sagte Atalan, der vor knapp vier Wochen einen 3:0-Pokalsieg im Heidewald gefeiert hatte. „Wir haben auf ihrem Rasenplatz immer wieder Probleme, aber da haben wir es wach, diszipliniert und mit guter Organisation geschafft.“

Dazu muss man gegen Gütersloh („individuell keine schlechte Truppe“) bei eigenen Ballverlusten höllisch aufpassen. Mit Vadim Thomas hat der FCG einen sehr guten Stürmer, dahinter mit Janis Kraus auf der „Zehn“ und Lasse Fischer Riepe auf der „Sechs“ eine gute zentrale Achse. „Warum sie so weit da unten sind, kann ich nicht sagen, denn ich habe viel Respekt vor ihnen“, sagte der Trainer des Vierten vor dem Duell mit dem Vorletzten.

Atalan kann aus dem Vollen schöpfen, hatte unter der Woche einen so vollen Trainingsplatz, dass einige Akteure am Sonntag sogar zu Hause bleiben müssen. Er kann daher mit dem Selbstbewusstsein eines Vierten sagen: „Wir wollen unser Spiel durchziehen.“ Und das Bewährte ist immer die beste Wahl, wenn man keine Ahnung hat, auf welchen Gegner man genau treffen wird.

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