SCV-Chef mahnt Viertliga-Rückzug an
Bild: Dünhölter
SCV-Vorsitzender Hans Katzwinkel schließt einen Regionalliga-Rückzug nicht aus.
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Der bisherige Vordenker, in Personalunion somit auch offizielles Sprachrohr des Fußball-Regionalligisten, nutzte die Gelegenheit für eine Klartextansprache und flammende Appelle an die anwesenden Mitglieder und Sponsoren. In dieser Form und dieser Deutlichkeit hatte das vor ihm noch kein Vorsitzender gemacht.

 In einem viertelstündigen Verbalgewitter prangerte der SCV-Chef nicht nur die aus seinen Augen zu hohe Erwartungshaltung der Zuschauer an, die die Mannschaft von Trainer Raimund Bertels trotz der zweitmeisten erzielten Tore der Liga für die Spielweise kritisieren, noch deutlicher waren die Aussagen zur Zuschauerentwicklung bei Heimspielen im Stadion an der Poststraße.

Bereits in der Spielzeit 2011/2012 war der geringere Zuschauerzuspruch (pro Spiel 200 weniger als eingeplant) für das Defizit von 28 000 Euro in der Jahresbilanz verantwortlich. Die Spielzeit 2010/2011 hatte der Sport-Club noch mit einem Plus von 1900 Euro  beendet. Für 2011/2012 musste Schatzmeister Josef Pähler bei Einnahmen von 1 528100 Millionen Euro und Ausgaben von 1 556100 Millionen Euro Rote Zahlen bekanntgeben. Für den scheidenden Vorsitzenden sind die bei fast ähnlichen Ein- und Ausgaben (Werbeeinnahmen plus 200 000 Euro) primär der aus Sport-Club-Sicht niedrigen Zuschauerzahl geschuldet.

Hans-Josef Katzwinkel: „Bei 19 Spielen à 200 weniger Besucher kommt man fast schon auf die Zahl. Manchmal war die Zuschauerzahl so gering, dass die Kosten die Einnahmen überstiegen haben“. Der Appell und die Warnung an die gut 100 anwesenden Besucher („rühren Sie die Werbetrommel, bringen sie ihre Freunde und Bekannten mit“ ) gipfelte in der Kernaussage: „Ohne Fans hat der Fußball in Verl keine Zukunft. Wenn sich an der Besucherzahl langfristig nichts ändert, müssen wir uns von der Regionalliga unter den aktuellen Rahmenbedingungen verabschieden“.

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