SCV-Reserve vergibt den ersten Matchball
Bild: Inderlied
Immer wieder aufstehen: Während Roxel den Aufstieg in die Westfalenliga feiert, versucht Verls Florian Knafla, seinen restlos enttäuschten Teamkollegen Boris Glaveski wieder aufzurichten, denn am Sonntag bietet sich der SCV-Reserve die nächste Chance.
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Am Sonntag bekommt Verls Regionalliga-Reserve ihre zweite Chance. Dann trifft sie im Duell der Erstrunden-Verlierer auf den FC Lennestadt, der Donnerstagabend mit 1:4 gegen Concordia Wiemelhausen verlor. Der Sieger dieser Partie steigt ebenfalls in die Westfalenliga auf.

 Das Tor in allerletzter Minute traf den Sportclub bis in Mark. Wie ein Häufchen Elend kauerten einige Verler Spieler nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld der Beckumer Römerkampfbahn und beobachteten fassungslos, wie die Akteure des BSV Roxel ausgelassen die Rückkehr in die Westfalenliga feierten.

Einer brannte allerdings auf Wiedergutmachung. „Es nützt nichts, wenn die Spieler jetzt auf dem Rasen liegen“, sagte Robert Mainka und ging zu jedem einzelnen Verler, um ihn wieder aufzurichten. „Wir haben am Sonntag noch eine Chance, und die müssen wir verwerten.“

Ob der künftige Trainer der Verler U23 bei dem Unterfangen wird helfen können, steht in den Sternen. Nur allzu gerne hätte Mainka seine neue Mannschaft zum Aufstieg geschossen. Dazu kam es aber nicht. Auch weil sich Mainka schon in der ersten Hälfte eine Muskelverletzung zuzog, die ihn anfangs der zweiten Hälfte zur Auswechslung zwang.

Sein Trainer Horst Lakämper musste gleich doppelt den Ärger runterschlucken. „Wir haben in der letzten Minute einmal gepennt“, suchte er nach der Antwort auf die Frage, welchen Fehler seine Mannschaft gemacht habe. Nach schwachem Start fand der Sportclub gegen den abgeklärt auftretenden BSV immer besser ins Spiel und hatte gute Gelegenheiten, das Spiel für sich zu entscheiden. „Ich hatte das Gefühl, dass wir noch mehr Patronen als Roxel für die Verlängerung hatten“, sagte Lakämper.

Als sich aber schon alle auf einen langen Abend eingestellt hatten, verloren die aufgerückten Verler im Mittelfeld nach einer Standardsituation den Ball. Danach landete das Leder rasant bei Frederik Fechner, der in der Nachspielzeit ins Netz und das Herz der Verler traf (90.+2).

Damit war auch die Wochenendplanung von Raimund Bertels auf den Kopf gestellt. „Am Sonntag hätte ich gar keine Zeit, sondern müsste einen Termin verschieben“, orakelte der Präsident des SC Verl vor dem Spiel. Er sollte Recht behalten: Die Aufstiegsrunde geht in die Verlängerung.

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