SCV-Trainer liebäugelt mit Systemänderung
Verls Trainer Guerino Capretti möchte im zweiten Saisonabschnitt etwas anders spielen lassen.

 Trotzdem lautet Caprettis Devise für den kommenden Saisonteil: „Bodenständig bleiben.“ Sein Fazit für die bislang absolvierten 19 Spiele in der vierten Liga fällt „im Großen und Ganzen positiv“ aus. Schließlich habe sich das Team „kontinuierlich gesteigert“.

Diese Steigerung wurde allerdings erst im Anschluss an die 1:5-Pleite beim Wuppertaler SV richtig deutlich, denn es folgte eine Serie von elf ungeschlagenen Spielen. „Klar, die Ergebnisse waren zunächst nicht so gut. Aber die Mannschaft hat sich erst finden müssen“, hat es nach Caprettis Einschätzung „einige Zeit gedauert, bis das neue Spielsystem verinnerlicht“ war. Zudem habe die Rückkehr des verletzten Innenverteidigers Julian Stöckner für mehr Stabilität in der Defensive gesorgt. Capretti: „Danach haben wir ordentlich gepunktet.“

Bei aller Freude über die Entwicklung verschweigt der Trainer ein Defizit nicht: die Abschlusschwäche. „Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen“, diese Forderung gilt auch für den zweiten Saisonteil, in dem „noch reichlich Luft nach oben“ ist.

 Positiv angetan zeigt sich Guerino Capretti von den jungen Spielern. „Patrick Kurzen kommt aus der Westfalenliga und hat sich etabliert. Jan Lukas Liehr ist ziemlich ballsicher und hat ebenso wie Patrick Choroba oder Cinar Sansar einen Schritt nach vorne gemacht.“

Auch wenn keine externen Neuzugänge in der Winterpause zu erwarten sind, ist Capretti überzeugt: „Natürlich bekommen wir Verstärkungen für den zweiten Saisonteil. Ich erwarte unsere Langzeitverletzten Nico Hecker, Jan Klauke und Cellou Diallo gesund und fit zurück“, womit sich die Alternativen vergrößern.

 Mit den dann deutlich besseren personellen Möglichkeiten erwägt Verls Trainer Veränderungen am Spielsystem vorzunehmen. „Da habe ich schon ein paar Vorstellungen, möchte mir aber noch nicht in die Karten schauen lassen“, bastelt Capretti weiter an einem erfolgreichen SC Verl.

 Wenngleich ihm bewusst ist: „Die Hinrunde war kräftezehrend. Für jeden Sieg müssen wir hart arbeiten. Wir dürfen uns auf dem bisher Erreichten nicht ausruhen und müssen weiter genauso intensiv arbeiten wie im ersten Saisonteil.“

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