SCW-Asse bewerben sich für Heldenrolle
Foto: Rollié
Wiedenbrücks Trainer Daniel Brinkmann und seine Elf fordert den Ex-Bundesligisten SC Paderborn heraus.
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Das Duell David gegen Goliath findet aus organisatorischen Gründen an der Dahlke statt. „Da muss ich nicht der große Motivator sein“, erklärt Wiedenbrücks Trainer Daniel Brinkmann vor der reizvollen Auseinandersetzung mit den Profis aus der Benteler-Arena. Der Zwei-Klassenunterschied hindert ihn nicht daran, selbstbewusst aufzutreten, wie er betont. „Nur in der Defensive tief stehen, das können wir gar nicht. Wir wollen auch Akzente setzen.“

Pläne für jede Spielsituation

Brinkmann steht mit seinen Akteuren im intensiven Austausch, räumt ihnen Mitspracherechte ein. Dabei herausgekommen sind unter anderem „Notfallpläne“ für alle Spielsituationen. Sowohl bei Führung als auch bei Rückstand oder Remis greifen entsprechende Automatismen. Das funktionierte beim viel beachteten 1:1 zum Saisonauftakt beim großen Titelfavoriten RW Essen exzellent. Nach dem Rückstand schwamm der SC Wiedenbrück nur kurz und schaltete dann auf Angriffsmodus um, trieb RW Essen in der Schlussphase sogar vor sich her und wurde durch das Traumtor zum 1:1-Endstand von Daniel Latkowski in Minute 94 für den mutigen Auftritt belohnt.  Die Gastgeber von der Rietberger Straße, die für den Pokalhit wegen der besseren Infrastruktur in Gütersloh von der Ems in die Nachbarstadt umziehen, sind also gewappnet.

Selbstredend ist Paderborn eine andere Hausnummer als Essen, aber vielleicht ebenso anfällig für Überheblichkeit. „Dann fehlen schon mal ein paar Prozent“, sagt der SCW-Trainer, der genau das als Spieler in Augsburg, Aachen oder bei Arminia Bielefeld registriert hat.

SCW-Trainer hat eine Paderborner Vergangenheit

Seine ersten Schritte im Profibereich absolvierte Daniel Brinkmann übrigens in Paderborn. „Ich habe dort ab der D-Jugend gespielt – anfangs unter Trainer Pavel Dotchew“, sagt der 34-Jährige und schmunzelt. „Zu Paderborn habe ich immer noch engen Kontakt“, fügt er hinzu. Er weiß auch deshalb um die Stärken des Favoriten, schätzt dessen Tempo und das großartige Umschaltspiel. „Das hat man auch in der letzten Bundesliga-Saison gesehen. Paderborns Spiele konnte man sich wirklich gut angucken.“ Den reinen Zuschauerpart lehnen er und seine Jungs jetzt ab. Verständlich, wenn die Heldenrolle

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