SCW: Ein Spiel mit Finalcharakter
Da geht‘s lang: SCW-Trainer Alfons Beckstedde wird am Donnerstagabend versuchen, seinem Team den richtigen Weg zu weisen.

„Darüber können wir hinterher sprechen“, sagt SCW-Trainer Alfons Beckstedde, der sich nicht mit Eventualitäten beschäftigen, sondern am Donnerstagabend ab 19.30 Uhr erst Fakten in Form von drei Punkten schaffen will. Ein Blick auf die Tabelle belegt jedoch, von welch wegweisender Bedeutung das Duell mit der TSG Sprockhövel für Wiedenbrück ist: Das Team von Beckstedde hat bereits jetzt einen Vorsprung von sechs Zählern gegenüber dem ersten Abstiegsplatz, auf dem seit dem vergangenen Wochenende wieder die Düsseldorfer U 23 rangiert. Und eben diese Fortuna muss am Donnerstag spielfrei und tatenlos mitansehen, ob und was die Konkurrenz so holt. Sprich: Siegt der SC Wiedenbrück gegen das Schlusslicht, beträgt der Abstand bereits neun Punkte. Bei dann bloß noch fünf ausstehenden Partien müsste sich der SCW schon gewaltig dumm anstellen, um noch abzusteigen.

Des Trainers Skepsis ist angebracht

Da Theorie und Praxis aber ganz speziell für die Mannschaft von „Ali“ Beckstedde zwei verschiedene Paar Schuhe sind, ist des Trainers Skepsis durchaus angebracht. Schließlich tut sich der SC Wiedenbrück schon fast traditionell sehr schwer, wenn er unter Druck steht und dann auch noch das Spiel machen muss. Und die TSG Sprockhövel wird den Hausherren garantiert nicht den Gefallen tun, das Geschehen in die eigene Hand zu nehmen, sondern wird sich stattdessen mit Vergnügen in der Defensive zurücklehnen und schauen, was der SCW so anzubieten hat. So erwartet „Ali“ Beckstedde auch keine Wunderdinge von seiner Mannschaft, sondern – ganz bescheiden – einfach nur einen Heimsieg. „Ganz egal, wie“, sagt der Trainer.

SC Verl drückt den Neustart-Knopf

Der SC Verl drückt den Neustart-Knopf. Doch welche Veränderungen kann Rino Capretti am Donnerstagabend in seinem ersten Spiel als Trainer des Fußball-Regionalligisten nach nur drei Trainingseinheiten überhaupt vornehmen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden? Da dürfte der Gegner Borussia Mönchengladbach II (Anstoß 19.30 Uhr, Grenzlandstadion) eigentlich sogar ein willkommener sein, denn gegen den Tabellenzweiten und einen der Favoriten zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Dritten Liga tritt der Sportclub als krasser Außenseiter auf. „Wir sind gut aufgenommen worden“, berichtet Verls ehemaliger Innenverteidiger von seinen ersten Übungseinheiten an der Poststraße. Im Vordergrund standen für den Nachfolger von Andreas Golombek vor allem viele Gespräche. „Die Jungs haben alles aufgesaugt“, sagt Capretti, der sich zudem unterstützt von Verls Vorsitzendem Raimund Bertels und seinem „Co.“ Maniyel Nergiz um mannschaftstaktische Belange kümmerte.

„Zweikämpfe müssen angenommen werden“

„Noch kann ich nicht einschätzen, welche Änderungen ich vornehmen werde. Dafür möchte ich noch das Abschlusstraining abwarten“, wollte Capretti möglichst weitere Eindrücke von seiner neuen Mannschaft sammeln. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone. Um den Abstand nicht weiter zusammenschmelzen zu lassen, müsse die Mannschaft die im Abstiegskampf erforderlichen Tugenden zeigen, so Capretti. „Die Zweikämpfe müssen angenommen werden“, vermisste Verls Trainer in den von ihm beobachteten Spielen gegen Rödinghausen und Ahlen das nötige Engagement.

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