SCW beweist beim 2:2 Nehmer-Qualitäten
Bild: Dünhölter
Intensives Duell: Der SC Wiedenbrück, hier mit Sebastian Spinrath (r.) gegen Stefan Langemann, kam am Freitagabend gegen Rödinghausen nach einer umkämpften Partie zu einem 2:2.
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Und genau das tat Alfons Beckstedde nach der umkämpften Partie vor 603 Zuschauern im Jahnstadion auch: „Ich bin zufrieden. Wir haben den Abstand bewahrt“, sagte der Trainer. Mit dem 2:2 hat sein Team bereits zum sechsten Mal in Folge nicht verloren. Der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen ist damit nach wie vor nicht komfortabel, doch mit jetzt 38 Zählern auf dem Konto ist der SCW weiterhin auf einem guten Weg. Und Beckstedde wusste: Viel mehr war an diesem Abend auch nicht möglich.

Stojanovic trifft zur Führung

Dabei erwischten die Hausherren den besseren Start. Denn der ersatzgeschwächte SCW war direkt zur Stelle, bissig in den Zweikämpfen und schnell erfolgreich. Nach nur neun Minuten führte Jeffrey Volkmer einen Einwurf schnell zu Julian Loose auf dem rechten Flügel aus, der leitete den Ball weiter in die Mitte, wo der starke Marko Stojanovic seinem Gegenspieler Rouven Tünte entwischte und zum 1:0 traf. Doch nur vier Minuten später folgte der Rückschlag: Nachdem Marcel Hölscher einen Schuss von Marius Bülter noch parierte, landete der Abpraller unglücklich bei Volkmer, der den Ball irgendwie ins eigene Tor bugsierte.

Gezwungene Umstellung

Der zweite Durchgang begann mit einer gezwungenen Umstellung bei Wiedenbrück. Jeffrey Volkmer musste angeschlagen raus, für ihn kam der halbwegs genesene Massih Wassey. Und für Volkmer rückte nun Julian Loose, eigentlich ein Offensivspieler, auf die rechte Abwehrseite. Den entscheidenden Fehler vor dem 1:2 in der 63. Minute machte jedoch Oliver Zech. Er ließ Cellou Diallo im Mittelfeld passieren, anstatt ihn – zur Not auch mit einem taktischen Foul – zu stoppen. Und der spielte einen ganz feinen Pass in den Lauf von Bülter, der Hölscher umkurvte und traf. „Nach dem 1:2 sah es nicht so aus, als könnten wir noch einmal eine Wende herbeiführen“, sagte Beckstedde später, als feststand, dass er sich geirrt hatte. Denn seine Mannschaft bewies Nehmer-Qualitäten und erzwang den Ausgleich. In der 73. Minute war es jetzt Rouven Tünte vom SVR, der – von Stojanovic angeschossen – den Ball ins eigene Tor schob.

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