SCW jubelt über Pokallos: „Die Rheinländer liegen uns“
Bild: Dresmann
Die Fortuna kann kommen: SC Wiedenbrücks Vorstandsriege mit (v. l.) Bernd Lübbert, Christian Brentrup, Alexander Brentrup und Burckhard Kramer freut sich auf die Begegnung mit Erstligaabsteiger Düsseldorf in der ersten Runde des DFB-Pokals.
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Als Ex-Weltmeisterin Nia Künzer am Samstagnachmittag für die sechste Paarung in der ersten Runde des DFB-Pokals zunächst die Loskugel des SC Wiedenbrück zog, knisterste es vor Spannung im Vip-Raum am Jahnstadion, wo SCW-Vereinsvorstand, Sponsoren und einige Spieler die Auslosung in der ARD-Sportschau verfolgten. Welchen Verein aus der ersten oder zweiten Liga würde Künzer nun ziehen? „Das ist ein schlagbarer Gegner“, jubelte SCW-Boss Burckhard Kramer, als DFB-Präsident Wolfgang Niersbach schließlich Erstligaabsteiger Fortuna Düsseldorf präsentierte.

Ähnlich wie der SCW-Vorstand nahm auch Trainer Theo Schneider die Auslosung in seinem Urlaubsdomizil auf Kreta zufrieden zur Kenntnis. „Die Aufgabe ist machbar“, freut sich Schneider auf das Wochenende vom 2. bis 5. August. An welchem Tag genau die von Mike Büskens trainierte Fortuna in Ostwestfalen antreten wird, legt der Verband in Absprache mit den TV-Sendern fest.

Nur eines wussten Wiedenbrücks Verantwortliche bereits: Wie schon beim ersten Pokalauftritt gegen den 1. FC Köln findet auch die Partie gegen Düsseldorf im Gütersloher Heidewaldstadion statt. In den kommenden Tagen will der Verein das Gespräch mit der Stadt Gütersloh suchen, um unter anderem die Zuschauerkapazität auszuloten. Nach Einschätzung von SCW-Geschäftsstellenleiter Bernhard Hartmann sollten 8000 Fußballfans möglich sein. Allerdings rechnet Theio Schneider allein schon mit bis zu 6000 Düsseldorfer Fans.

„Düsseldorf ist ein super Los, das wird ein schönes Spiel“, freut sich SCW-Vorstandsmitglied Christian Brentrup bereits auf den zweiten Auftritt seines Vereins in der Hauptrunde des DFB-Pokals nach 2011. Damals unterlag der Regionalligist mit 0:3 gegen die Geißbockelf. Christian Brentrup hofft auf ein besseres Abschneiden gegen den Erstligaabsteiger: „Die Rheinländer liegen uns.“

Natürlich wäre es noch attraktiver für den Regionalligisten gewesen, Borussia Dortmund oder Bayern München im Heidewaldstadion begrüßen zu können. Doch ein Gegner wie Düsseldorf lässt Wiedenbrück hoffen, den rund 100 000 Euro an TV-Geldern für den Einzug in die Hauptrunde eventuell weitere 200 000 Euro für das Erreichen der zweiten Runde hinzuzufügen. Von einer Enttäuschung war daher am Samstag im gut besuchten Vip-Raum des Jahnstadions überhaupt nichts zu spüren. „Der DFB-Pokal ist etwas ganz Besonderes für unseren Verein und wird den Bekanntheitsgrad des SC Wiedenbrück noch weiter steigern“, sagte Christian Brentrup. Und Burckhard Kramer versprach für die erste Pokalrunde: „Das wird ein tolles Fest.“

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