SCW macht Verl Halbfinaleinzug schwer    
Foto: Dünhölter
Mit seinem Strafstoßtor brachte Zlakto Janjic des SC Verl mit 2:0 in Führung, ehe der SC Wiedenbrück um Kapitän Marcel Hölscher (v. l.) bis zum Schlusspfiff heftigen Widerstand leistete.
Foto: Dünhölter

Dass der Drittligist sich nach Toren von Sven Köhler (23. Minute) Zlatko Janjic (31./Handelfmeter) und Berkan Taz (90.+2) durchsetzte, ging in Ordnung. Der Anschluss des eingewechselten Ufu Osawe (62.) spiegelte die deutliche Steigerung des SCW nach der Pause wider. „Wir haben wirklich gut gespielt und waren in der zweiten Hälfte lange gleichwertig. Das dritte Verler Tor ist gefallen, als wir alle aufgerückt waren“, sagte Wiedenbrücks Innenverteidiger Bjarne Pudel nach intensiven 94 Minuten. 

Drittligist bestimmt den ersten Abschnitt

Sein Trainer Daniel Brinkmann sprach zunächst die erste Halbzeit an. „In den ersten 30 Minuten war Verl überlegen und ist verdient in Führung gegangen“, gab der 34-Jährige zu. „In der zweiten Halbzeit war das von meiner Mannschaft sehr ordentlich“, schickte er zurecht ein dickes Lob hinterher.  Tatsächlich war das klassenhöhere Team anfangs ballsicherer, nutzte seine spielerischen und athletischen Vorteile. Als Sven Köhler nach einer schnellen 180-Grad-Drehung antreten konnte und aus 17 Metern flach zum 0:1 abschloss, schien alles seinen geregelten Gang zu gehen. Das 0:2 durch Janjics Strafstoß nach einem Pudel-Handspiel verstärkte diesen Eindruck. 

An Aufgabe dachten die Hausherren aber nicht. Direkt vor dem Wechsel (44.) vergab Phil Beckhoff freistehend. Weil Verl danach trotz einer glasklaren Möglichkeit von Rabihic (55.) den Sack nicht zumachte und Osawe ein feinen Pass von Fabian Brosowski zum 1:2 veredelte, wurde es spannend. Wiederum Osawe (76.) scheiterte hauchdünn, weil SC-Keeper Robin Brüseke reaktionsschnell zur Stelle war. Berkan Taz beseitigte dann mit dem dritten Verler Tor alle Zweifel am Erfolg des Favoriten. 

Capretti: „Müssen in solchen Situationen cooler bleiben“ 

Dessen Trainer Guerino Capretti war nur bedingt zufrieden: „Es war ein klassisches Pokalspiel. Wir sind souverän gestartet und haben unsere Chancen genutzt. In der zweiten Halbzeit müssen wir das 3:0 machen und dürfen uns nach dem Gegentor nicht in der eigenen Hälfte ins Pressing zwingen lassen. Das muss besser werden, wir müssen in solchen Situationen cooler bleiben“, erklärte der angehende Fußballlehrer.

SOCIAL BOOKMARKS