SCW schwingt sich zum BVB-Verfolger auf
Foto: Bremehr
Kaum auf dem Platz, schon auf der Flucht: (v. l.) Tim Geller und Fabian Brosowski machen sich auf die Jagd, um Wiedenbrücks Torschützen Niklas Szeleschus einzufangen. Bjarne Pudel stürmt von der Seite hinzu und macht den linken Flügel dicht.
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Hauptverantwortlich für den Erfolg der Gäste auf dem tadellosen Rasen an der Hennes-Weisweiler Allee 1 war Niklas Szeleschus. Kaum eingewechselt, schritt der Torschütze in der 67. Minute mit Köpfchen zur Tat. Eine Ecke des ebenfalls neu hinzugekommenen Xhuljo Tabaku hatte Saban Kaptan – auch er mit dem Kopf – auf den schnellen Außen zurückgelegt. Szeleschus nahm die Vorarbeit dankend an und vollstreckte mit der Stirn. 

Brinkmann: Diszipliniertes Gastspiel 

Bei aller Freude über den Sieg, verzichtete Daniel Brinkmann auf überschwängliche Lobeshymnen. „Wir hatten nicht so viel Zugriff wie in den vergangenen Spielen, aber die Mannschaft ist sehr diszipliniert aufgetreten“, fasste Wiedenbrücks Trainer seine Eindrücke zusammen. Im Verlauf der Partie musste er mehrfach nachjustieren. Aus der anfänglichen Fünferkette wurde ein Viererbollwerk, weil die kleinen Fohlen zunächst die lange Longe bekamen und zu oft bis in Strafraumnähe galoppierten. 

Wirklich gefährlich wurde die Elf von Heiko Vogel aber eher selten. Mika Schroers (4. Minute), Per Lockls (23.) und Justin Steinkötters (28.) Möglichkeiten führten nicht zum Erfolg. Weil Joe Scally in der 42. Minute nur heiße Luft produzierte, statt den Ball zu treffen, ging es torlos in die Kabinen. Auf der Gegenseite hätten Phil Beckhoff (12.) und Saban Kaptan (36.) das Remis zur Pause verhindern können. Der Schuss des künftigen Mönchengladbachers Beckhoff wurde geblockt. Kaptans Versuch verfehlte den Kasten indes knapp. 

Einwechslungen mit Effekt

Aber es gibt ja noch eine zweite Halbzeit, die aus SCW-Sicht in jüngster Zeit häufig der bessere Spielabschnitt gewesen ist. So auch diesmal. Brinkmann mischte die Karten neu und brachte bis zur 66. Minute mit Hendrik Lohmar, Tabaku und Szeleschus drei Einwechsler mit Frischegarantie. Das Resultat ist bekannt. Der Aufsteiger aus dem Emsstadt machte genau in dieser Phase den Sack zu und vergrößerte den Abstand zur Abstiegszone auf beruhigende 13 Zähler. 

Nun auf Rang zehn ankommen, kann der Aufsteiger den restlichen zehn Spielen bis zum 5. Juni gelassen entgegenblicken. Selbst die hartnäckigsten Pessimisten werden nicht mehr glauben, dass Wiedenbrück jetzt noch in den Abstiegskampf verstrickt werden könnte.

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