SCW verpflichtet Daniel Brinkmann bis Juli 2021
Große Freude bei (v. l.) SCW-Vorstand Burckhard Kramer, Daniel Brinkmann und Vorstandsmitglied Alexander Brentrup über den langfristigen Vertrag.

 Der am Sonntag 31 Jahre alt werdende Mittelfeldspieler („Ich sehe mich sogar mehr auf der Acht und nicht unbedingt als Abräumer vor der Abwehr“) war froh, damit einen Schlussstrich unter die in dieser Saison zumeist auf der Tribüne oder im Oberligateam verbrachte Zeit bei Zweitligist Arminia Bielefeld gezogen zu haben.

Und SC Wiedenbrücks Vorstandsmitglied Burckhard Kramer war stolz darauf, einen Spieler mit Erst- und viel Zweitligaerfahrung als Leitwolf für die jungen Akteure der Mannschaft von Ali Beckstedde verpflichtet zu haben. Bemerkenswert ist die Laufzeit des Kontraktes von viereinhalb Jahren, also bis zum Ende der Spielzeit 2020/21.

 „Und danach gehen wir zusammen in Fußballrente“, witzelte Kramer und ließ dabei offen, ob er dies in Bezug auf seine Funktion beim SCW als reinen Scherz oder doch mit einem Kern Wahrheit gemeint hatte. „Das ist so nicht abgesprochen“, konterte postwendend Vorstandskollege und Freund Alexander Brentrup.

Nach den ersten sehr offen, ehrlich und fair geführten Gesprächen war eine Verpflichtung Brinkmanns für die neue Saison ins Auge gefasst wurden. Weil Arminen-Trainer Jürgen Kramny zuletzt erneut deutlich gemacht hatte, für den 1,93 Meter großen Familienvater keine Verwendung mehr zu haben, steigt der Horn Bad Meinberger nun ab dem 1. Februar ins Training am Jahnstadion ein.

„Bis Ende Januar habe ich nun Sonderurlaub“, hatte Brinkmann seinen Vertrag beim Zweitligisten drei Stunden zuvor aufgelöst: „Wir sind im Reinen auseinander, ich wünsche der Arminia alles Gute und den Klassenerhalt.“

Brinkmann, den die Regionalliga West auch wegen der Gegner Essen oder Aachen gereizt hatte, wollte in der Region weiter höherklassig Fußball spielen: „Ich bin fit, im besten Alter und will wieder auf den Platz. Und ich brauchte auch für den Kopf etwas Neues.“ Die Wiedenbrücker begrüßen die Verstärkung.

„Er ist ein toller Mensch und toller Fußballer. Das wird in der Rückrunde noch wichtig werden. Denn trotz der 25 Punkte und Platz elf müssen wir ganz schnell da weg, wo wir jetzt stehen“, sagte Kramer.

SOCIAL BOOKMARKS