SV Spexard folgt FCG ins Kreispokal-Finale
Bild: Martinschledde
Mit drei Treffern schoss Justin Kemper (r.) den SV Spexard fast im Alleingang zum Sieg im Halbfinale des Fußball-Kreispokals gegen Timon Weinreich und die TSG Harsewinkel.
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Insgesamt scheiterte Spexard dreimal in den letzten vier Jahren im Pokalfinale. Daher soll diesmal unbedingt der Titel her. Gegner ist im Mai allerdings Stadtrivale und Oberligist FC Gütersloh, der in den beiden letzten Finalbegegnungen mit Spexard jeweils die Oberhand behielt.

Auf dem Kunstrasenplatz des Harsewinkeler Moddenbachstadions sorgte der Westfalenligist aus Spexard frühzeitig für klare Verhältnisse gegen den designierten Absteiger aus der Landesliga. Dachten die „Spechte“-Fans zumindest, nachdem zweimal Justin Kemper (10., 31.) und Philip Kunde (21.) nach nur einer halben Stunde das beruhigende 3:0 vorgelegt hatten. Doch ein von Jannik Wohlgemuth verschuldeter und von Alexander Bulanov sicher verwandelter Handelfmeter zum 1:3 (39.) sowie die Rote Karte für „Specht“ Stefan Forthaus nach einem Kopfstoß (39.) und die Ampelkarte gegen TSG-Akteur Timon Weinreich wegen wiederholten Foulspiels (44.) brachten noch einmal Hektik ins Spiel.

Fast wäre die Partie noch gekippt, denn unmittelbar nach Wiederanpfiff gelang Giancarlo Cristescu nach einem Konter der 2:3-Anschlusstreffer für die mit nur einem Auswechselspieler angetretenen Mähdrescherstädter (46.). Vier Minuten später vergab Marcel Müller frei am langen Pfosten lauernd sogar die Ausgleichschance.

Die passende Antwort auf diesen Moment des Schreckens hatte erneut Justin Kemper parat, der nach Meiertoberens-Vorarbeit volley auf 4:2 für den Westfalenligisten erhöhte und damit Harsewinkels kleinen Hoffnungsschimmer endgültig zerstörte. In der Schlussphase legte Kayhan Kaya mit einem Schlenzer aus 20 Metern noch das 5:2 für Spexard nach.

Mit der Niederlage konnte TSG-Trainer Steffen Enge leben, ihn wurmte allerdings, dass die meisten Tore durch Eigenfehler fielen, denn „es war ja nicht so, dass uns Spexard groß unter Druck gesetzt hätte“. Als „Pflichtsieg“ stufte SVS-Trainer Giovanni Taverna das Ergebnis ein, „wobei wir es unnötig spannend gemacht haben. Mich stört nur die Rote Karte für Forthaus, denn damit fehlt uns im Kampf um den Klassenerhalt für einige Wochen ein wichtiger Spieler“.

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