Sahnetag für Milte: 6:0 im Derby
Foto: Penno
Auf und davon: Die DJK RW Milte mit Tobias Ketteler (links) war am Sonntag eindeutig zu schnell für den SC Müssingen.
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DJK RW Milte – SC Müssingen 6:0 (2:0): „Das war ein sehr schöner Tag in Milte“, sagte RW-Trainer Volker Hoffmann, der den Sahne-Auftritt seines Teams im Duell gegen den heißgeliebten Nachbarn sogar verpasst hat. Er selbst war bei der Konfirmation seiner Tochter im Einsatz, also vertraten ihn seine Co-Trainer Nino Zimmermann und Dirk Strotbaum. „Gut, dass ich mich zu 100 Prozent auf sie verlassen kann“, lächelte Hoffmann. Er selbst hätte es an der Linie kaum besser machen können – wobei Miltes Trainer an diesem Sonntag gar nicht oft eingreifen mussten.

Torwart hilft im Sturm aus

„Über verdient oder nicht muss man gar nicht erst reden“, sagte Hoffmann mit Blick auf das Ergebnis. Stephan Jürgensmeier machte mit dem 1:0 in der 29. Minute den Anfang. Noch vor der Pause legte Fabian Volmer nach. Im zweiten Durchgang spielten sich die Hausherren in einen Rausch: Matthias Steinhoff (55.), Maximilian Vosskötter (65.), Michael Ketteler per Elfmeter (70.) und schließlich Daniel Füchte (80.) schossen den komplett unterlegenen SC ab.

„Wenn man dann noch bedenkt, wie wir personell gerade aufgestellt sind, ist der Sieg noch höher einzustufen“, lobte Hoffmann. Zwölf Akteure fehlten am Sonntag. Die Situation war so akut, dass Daniel Frank – im Normalfall ein Torhüter – als Angreifer eingewechselt wurde. Mit zwei Siegen steht RW Milte nun auf Platz eins. „Aber wir bauen hier keine Luftschlösser. Das ist nur eine Momentaufnahme“, betonte Trainer Hoffmann.

„Da war richtig Feuer drin“

TSV Ostenfelde – GW Westkirchen 0:0: Es klingt immer etwas unglaubwürdig, wenn nach einem torlosen Spiel von einem 0:0 der besseren Sorte gesprochen wird. In diesem Fall trifft diese Beschreibung jedoch zu – da waren sich auch die zwei Trainer Besnik Bojku und Helmut Urban einig. „Das war richtige Derby-Atmosphäre, da war Feuer drin“, hatte Ostenfeldes Bojku auch am Montag noch Spaß. Und Westkirchens Urban schwärmte: „Solche Derbys gibt es nicht mehr so häufig, ich freue mich jetzt schon auf das Rückspiel.“ Tempo, Chancen, rassige Zweikämpfe, Fouls, jeweils eine Ampelkarte auf beiden Seiten – dieses Duell bot auch ohne Tore beste Unterhaltung. Und da nun beide Nachbarn nach zwei Spieltagen mit vier Punkten und 4:1-Toren gemeinsam auf Platz vier stehen, konnte beide Seiten auch gut mit dem 0:0 leben.

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