Sanda neuer Kursus bei der SVA
Bild: Steinecke
Julius Hanhörster (links) im ganzheitlichen Sanda-Traininig mit Kursusleiter Pascal Czekala.
Bild: Steinecke

„Ein Novum. Das wird in Deutschland erst in zwei Vereinen praktiziert“, freut sich Abteilungsleiter Axel Pollmeier über das erweiterte Spektrum. Sanda ist eine chinesische Vollkontakt-Kampfsport und existiert seit zehn Jahren in Deutschland. Am ehesten ist er mit dem Thai-Boxen oder dem Kickboxen zu vergleichen. Erlaubt sind Tritte mit den Füssen und den Knien. Neben den Fäusten kommen auch die Ellenbogen zum Einsatz. Nichts also, wovon zart besaitete Naturen träumen. Aber auch nichts für Zeitgenossen, die ihrer Bomberjacke noch den passenden Inhalt verleihen wollen.

„Wir lassen die gesundheitlichen Aspekte nicht außer acht“

Kursusleiter Pascal Czekala ist praktischer Arzt und weiß, wovon er spricht. „Das hat hier nichts mit hau drauf zu tun. Wir trainieren hier ganzheitlich und lassen die gesundheitlichen Aspekte nicht außer acht. Aus meiner Rolle als Arzt kann ich nicht raus“, so Czekala. Der Mittdreißiger lernte sein kämpferisches Handwerkszeug zu großen Teilen in Holland. „Meinen Lehrmeistern bin ich noch heute dankbar“, erinnert sich Czekala an seine gute Ausbildung, die ihn bis heute vor Verletzungen bewahrt. Seit mehr als 20 Jahren betreibt er seinen Sport und wurde 2001 darin Europameister in der Klasse bis 80 Kilogramm. Jetzt möchte er sein Wissen an andere weitergeben. „Nicht dumpf kloppen“, möchte Czekala, sondern ein wohl dosiertes Training anbieten. Eine gute Kondition ist ebenso gefragt wie schnelle Reaktionen und ein sicheres Auge. Trainiert wird selbstverständlich mit der nötigen Sicherheitsausrüstung.

Anfängerkurse

Hapkido Jugend (14 – 18 Jahre) montags und mittwochs 18 bis 20 Uhr Erwachsene ab 18 Jahre montags und mittwochs jeweils 20 bis 22 Uhr Sanda ab 16 Jahre donnerstags 20 bis 22 Uhr Alle Kurse in der Halle des Carl-Miele-Berufskollegs Axel Pollmeier, Tel.: 05241 - 58696

 Dicke Pratzen an den Unterarmen und ein Unterarmschutz schützen den „lebenden Sandsack“, so dass realitätsnah trainiert werden kann. Als ideales Einstiegsalter sieht der Trainer 16 bis 18 Jahre. Die Obergrenze liege bei knapp 30 Jahren. „Dann stehen die Jungs richtig im Saft und sind heiß“, will er Gelegenheit bieten, sich richtig abzuarbeiten. Anders als bei kommerziellen Anbietern will er sich seine Trainingsgäste aber genau ansehen. „Wer mir nicht geheuer ist, muss wieder gehen“, möchte er nicht in der berüchtigten „Schmuddel-Ecke“ landen. Berührungsängste braucht dabei niemand zu haben. Schließlich soll der Spaß im Vordergrund stehen. Den können auch die Hapkido-Neulinge haben. Parallel mit dem Sanda-Kurs beginnen beim SVA auch die neuen Kurse für Jugendliche und Erwachsene

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