Sassenberg beherrscht Derby ohne Feuer
Bild: Havelt
Chancenlos im Derby waren die Füchtorfer Thomas Eichler (v. l.) und Maximilian Tepe bei der 0:3-Heimpleite gegen Sebastian Justus und den VfL Sassenberg.
Bild: Havelt

Man konnten den Gastgebern sicher nicht vorwerfen, dass sie nicht gewollt hätten. Allerdings mangelte es den Füchtorfern einfach an Qualität, um den Sassenbergern im Kreisliga-A-Duell ein gefährlicher Gegner zu sein.

Individuelle Patzer vor den Gegentoren

Dazu kam, dass zwei grobe individuelle Patzer die beiden Treffer vor der Halbzeit einleiteten. In der 16. Minute wollte Thomas Eichler am eigenen Strafraum Stefan Wortmann ausspielen. Er verlor den Ball allerdings, Wortmann ging alleine aus Tor zu, umkurvte Torhüter Niklas Versmold und schob die Kugel zum 0:1 ins Netz. Kurz vor dem Pausenpfiff war es Maximilian Tepe, der den Ball im Aufbau fahrlässig verlor und den Angriff des VfL einleitete, den Lauren Kock schließlich nach Querpass von Tobias Brand zum 0:2 abschloss (45.).

„Wir können uns im Moment mit Gegnern wie Sassenberg nicht messen“, wusste SC-Trainer Friddy Hofene um die Unterlegenheit seiner Mannschaft. „Das Bemühen war ja da, aber das war es dann auch. Eigentlich kamen wir nie für einen Punkt infrage.“

Das wären die Füchtorfer höchstens, wenn sie ihre einzige Chance genutzt hätten. Nach Tepe-Vorarbeit scheiterte Nazmi Muja in der 33. Minute allerdings am glänzend reagierenden Gästeschlussmann Dennis Wiewel.

Vielleicht hätte der Ausgleich doch noch Derby-Stimmung aufkommen lassen. So blieb es allerdings dabei, dass Sassenberg die Begegnung jederzeit völlig unter Kontrolle hatte und durchaus noch hätte höher gewinnen können. Die beiden Pfostentreffer von Kock (74.) und Brand (79.) seien nur als Beispiel für ein halbes Dutzend guter Möglichkeiten des VfL genannt. Immerhin gelang Markus Neufeld in der Nachspielzeit noch das 0:3.

Dementsprechend zufrieden durfte der Trainer sein. „Wir haben das souverän gelöst und hatten jederzeit die Spielkontrolle“, fasste Patrick van der Sanden treffend zusammen. „Wir wollten in der zweiten Halbzeit etwas tiefer stehen, um mal zu sehen, was der Gegner mit dem Ball anfangen kann, um dann schnell nach vorne zu spielen.“ Was van der Sanden sah, war nicht viel. Auch durch mehr Ballbesitz wurde Füchtorf nicht gefährlicher.

SOCIAL BOOKMARKS