Sassenberg kassiert erneut vier Stück
Bild: Havelt
So löchrig wie diese Mauer war gestern auch die Sassenberger Defensive.
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Die Gäste hätten nämlich auch deutlich höher gewinnen können, verpassten es aber vor allem im ersten Abschnitt, mehr als ein Tor zu machen. Das köpfte nach einem langen Ball Simon Schroth in der 19. Minute zum 0:1. Steven Farchim (25.) verpasste den zweiten Treffer, einen Freistoß von Mike Kaczor konnte VfL-Schlussmann Gerrit Strotmann glänzend parieren. Zudem brannte es noch öfter lichterloh im Strafraum des VfL. Die Defensive wirkte ungeordnet und meistens nicht konsequent genug.

Die Sassenberger selbst brachten zunächst überhaupt keinen Ball gefährlich in den Strafraum der SG. Das schafften sie erst in der 47. Minute, als sich Artur Sperle und Johannes Vogelsang im Verbund durchwühlten und Sperle völlig überraschend zum 1:1-Ausgleich traf.

Die Freude dauerte allerdings nur ganze fünf Minuten. Nach einem Freistoß markierte Carsten Edelkötter in der 52. Minute das 1:2. Danach fanden die Hausherren offensiv erneut nicht mehr statt und mussten ab der 62. Minute in Unterzahl agieren. Armando Alla handelte sich wegen Nachtretens den Roten Karton völlig zurecht ein. Einem fast 45-jährigen Routinier darf so etwas einfach nicht passieren.

Edelkötter legte dann in der 70. Minute nach einem klasse Steilpass das 1:3 nach, Farchim markierte kurz darauf das 1:4 (74.). Die Partie war da längst gelaufen. Das 2:4 durch einen an Sperle verursachten und von Tobias Ketteler verwandelten Foulelfmeter war in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik.

„Wir sind gut aus der Pause gekommen, haben aber zu schnell das 1:2 bekommen. Die Rote Karte hat uns dann endgültig das Genick gebrochen“, meinte VfL-Trainer Stefan Brinkmann. Allerdings waren die Sassenberger auch vor und nach dem Platzverweis vorne viel zu ungefährlich und hinten viel zu offen. Bockum-Hövel wurde es einfach zu leicht gemacht, mehr als ein halbes Dutzend bester Einschussgelegenheiten zu generieren.

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