Sassenberger Triathlon erneut angesagt
Archivfoto: Kruse
Die zahlreichen Zuschauer an den Strecken, wie hier an der Wechselzone vom Schwimmen zum Radfahren, hätten in diesem Jahr beim Triathlon in Sassenberg wohl gefehlt. Neben dem finanziellen Risiko und der Belastung der Helfer war das ein Grund für die Absage.
Archivfoto: Kruse

Der aktuelle Stand ist, dass 500 Starter und keine Zuschauer zugelassen wären. „Der Aufwand und die Kosten sind die gleichen, ob nun 500 oder 1000 Athleten starten“, verweist Knappheide unter anderem auf die Auflagen mit einem Hygienekonzept und die finanzielle Lage. „Wir brauchen 900 bis 1000 Starter, um am Ende mit einer schwarzen Null rauszukommen“, redet Knappheide Klartext. „Und wir wissen alle nicht, wie letztlich dann die Situation Anfang August ist.“

Minus in der Kasse würde Zukunft bedrohen

Eine defizitäre Veranstaltung hätten sich die Veranstalter zu einen nicht leisten können und hätten diese zum anderen auch vom Hauptverein nicht genehmigt bekommen. „Die Lage ist einfach zu unsicher“, so Knappheide. „Der geschäftsführende Vorstand des VfL Sassenberg hätte eine Veranstaltung, bei der Verlust gemacht würde, auch nicht genehmigt. Das ist auch richtig so. Dann hätten wir die Bude vielleicht für immer dichtmachen müssen.“ 

Das Nullsummen-Spiel ist also das absolute Minimum, alles andere hätte die Austragung der Traditionsveranstaltung auch für die kommenden Jahre gefährdet. „Die Absage ist eine Entscheidung der Vernunft“, macht Knappheide deutlich. Der Sportliche Leiter des Triathlons rund um den Feldmarksee sieht neben dem finanziellen aber auch noch zwei weitere wichtige Gründe für die zweite pandemiebedingte Absage nach 2020. 

„Was soll denn ein Triathlon wie unserer ohne Zuschauer?“, fragt Knappheide zurecht, ist doch das familiäre Flair mit mehreren Tausend Besuchern an den Strecken enorm wichtig. „Das macht dann weder den Sportlern noch den Organisatoren Spaß.“ 

Der dritte Grund sind die vielen benötigten Helfer, die der Veranstalter zwar wohl zusammenbekommen hätte, sich aber die Frage stellte, ob das bei einer reduzierten Veranstaltung überhaupt Sinn machen würde. „Die wollen doch in de Sommerferien endlich auch Mal wieder in den Urlaub und etwas anderes sehen“, glaubt Knappheide. „Wir würden die Veranstaltung zwar gerne machen, aber die Vernunft sagt eben nein.“

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