Satz warme Ohren von der alten Liebe?
Kapitän von Bord! Ohne Sven Höveler geht es heute nach Dortmund. Der Abwehrspieler versucht am Montag wieder, ins individuelle Training einzusteigen.

  „Hauptsache, es ist Samstagnachmittag dann immer noch schön in Dortmund“, lächelt er. Trotz seiner Liebe zu den Schwarzgelben, mit denen er in der Jugend Deutsche Meisterschaften feierte und fünf Mal für die Profis auflief, wird er heute versuchen, ihnen weh zu tun.

Die Chancen sind gering, zugegeben. RW Ahlen reist nach der Pokalpleite und drei Niederlagen in Folge nicht gerade mit geschwollener Brust an. „Alle glauben, dass wir da auf die Ohren kriegen“, weiß Mehnert, dass heute beim Tabellenführer an sich ein leichtes Spiel ansteht. Die Erwartungen an seine Jungs könnten kleiner kaum sein.

„Aber wir haben weder die Zeit, noch irgendeinen Grund, was herzuschenken. Bei Anpfiff haben beide dieselben Chancen“, pfeift der Trainer laut im Wald und hofft, dass seine Spieler auch drauf pfeifen.

Eine Wunderwaffe werden sie dabei haben: den neuen Mann fürs zentrale Mittelfeld, Jan Holldack. Ob der 24-Jährige schon spielberechtigt ist, scheint noch offen, aber wenn, dann wäre der Offensive im Kader. „Der hat schon einiges erlebt und eine enorme Qualität“, verteilt Mehnert Vorschusslorbeeren. „Jan bringt die Erfahrung, die Ballsicherheit und das Passspiel mit, das wir brauchen, um wieder näher ranrücken zu können.“

Auch, wenn er vom ehemaligen Jugend-Nationalspieler „keine Wunderdinge erwarten“ will und ihn weder verheizen, noch einen „Rucksack aufsetzen, den er noch nicht tragen kann“, jucken wahrscheinlich die Finger, den ehemaligen Aalener und Uerdinger ins Getümmel zu werfen.

 Denn auf der Gegenseite wartet die Crème de la Crème der Regionalliga. „Top qualifizierte Profis mit echten Ambitionen“, weiß Mehnert, dass denen nicht mit Taktik, sondern nur mit Einsatz beizukommen ist. „Wenn die ihren Spielrhythmus finden, kann es böse enden“, will Mehnert seine Jungs laufen, kämpfen und beißen sehen, um eine Chance zu nutzen, die eigentlich gar nicht da ist.

Er muss es ja wissen: 123 ist Mehnert selbst für die zweite Mannschaft des BVB aufgelaufen. „Meine längste Zeit“, schwärmt er und würde sich dennoch diebisch freuen, heute seiner alten Liebe eine lange Nase zu drehen.

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