Saures für den Sieger, Lob für Verlierer
Bild: Wegener
Mit einem fulminanten Schlussspurt bestraften Thorsten Szymanski (l.) und die ASG ihre nachlässigen Gäste aus Ostfriesfland. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.  
Bild: Wegener

Dort hatten die Gäste am Ende mit 30:27 (14:11) das Spiel gewonnen, aber OHV-Trainer Dusco Bilanovic war mächtig angefressen. Während sein Gegenüber Sascha Bertow trotz der erneuten Niederlage durchaus positive Aspekte bei seiner Mannschaft entdeckt hatte.  Die letzten acht Minuten waren für die unterschiedlichen Reaktionen der Trainer verantwortlich.

Der OHV hatte sich Mitte der zweiten Halbzeit einen komfortablen und nicht unverdienten Neun-Tore-Vorsprung (25:16) erspielt und diesen bis zum 28:19 (52.) verteidigt. Den 430 Zuschauern war klar, dass die Partie damit gelaufen war. Das glaubten auch die beiden Trainer. Doch das, was dann kam, trieb Dusco Bilanovic die Zornesröte ins Gesicht und sorgte bei Sascha Bertow für eine Aufhellung der Gemütslage.

Im Angesicht des sicheren Sieges schalteten die Gäste-Spieler nicht nur mental ab und vertändelten so ihren sicheren Vorsprung. Mit sechs Treffern in Folge konnte die ASG auf 25:28 verkürzen. Dass die Gastgeber sich nicht hängen ließen und bis zum Schluss Vollgas gaben, ist löblich. Und auch der engagierte Einsatz in der 4:2-Deckungsformation, mit der die Gäste sich offensichtlich schwer taten. Doch die fulminante Aufholjagd kam zu spät und war, wenn man es objektiv betrachtet, auch der laschen Einstellung der Gäste geschuldet.

 Die hatten als mittelmäßiges Drittliga-Team die ASG lange vorgeführt. Kein Wunder, dass der OHV-Coach am Ende sauer war. Und es ist auch kein Wunder, dass Sascha Bertow nach der Last-Minute-Ergebniskorrektur entspannter war.

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