Schiedsrichter im Kellerduell massiv bedrängt
Bild: Inderlied
Umzingelt: Schiedsrichter Andreas Kokott musste das Bezirksligaspiel zwischen Wiedenbrück und den Arämern Gütersloh unterbrechen, nachdem er in der Schlussphase bedrängt worden war.
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Anschließend bedrängten Spieler, Verantwortliche und Zuschauer den Schiedsrichter Andreas Kokott (Oelde), so dass dieser für zehn Minuten die Partie unterbrach. Nach der Unterbrechung gab er das Spiel für zehn Sekunden wieder frei.

„Der Ärger der Aramäer ist verständlich“, sagte SCW-Trainer Christian Zagoglou und half dabei, die erhitzten Gemüter vor den Kabinen am Burgweg zu beruhigen. Zum Spiel wollte er nicht viel sagen, schließlich hatte sich seine Mannschaft trotz der Verstärkung von fünf Spielern aus dem Regionalligakader nicht mit Ruhm bekleckert: „Wir haben ein katastrophales Spiel abgeliefert und keinen Nachweis gebracht, dass wir aus dem Tabellenkeller herauskommen wollen.“

Immerhin stellte sich der Wiedenbrücker Trainer der Presse, der Aramäer-Trainer Edip Das verweigerte unter wüsten Beschimpfungen eine Stellungnahme.

Wiedenbrück ging durch ein Kopfballtor von Levin Dzieciol in Führung (32.). Die Gäste steckten nicht auf und belohnten sich mit dem Ausgleich von Victor Nnodim Sekunden vor der Pause für den Aufwand.

In der zweiten Hälfte spielten die Aramäer konstruktiver, das Spiel litt aber unter zahlreichen Nickligkeiten. Insgesamt zückte Schiedsrichter Kokott zehn Gelbe Karte. Per Strafstoß brachte Eviparker die Gäste in Führung (84.). In der Schlussphase warf Wiedenbrück noch einmal alles nach vorne. Für die zahlreichen Spielverzögerungen, die zur verlängerten Nachspielzeit führten, konnte die Zagoglou-Elf allerdings nichts.

SCW II: Weeke – Deelen, Woischner, Oral (90.+6 Thoms), Dzieciol – Stiens, Bortolozzo –Beka (82. Schwabauer), Czichon, Polat (60. Sammrey) – Kotuljac

Aramäer: Dilmenc – Ceglarek (14. Dari), Mathai Esen, C. Esen (84. Brummel), Kuchorz – Njoh-Ngemhe, Markus Esen – Matthias Esen, Nnodim (89. Can), Ter-Nersisyan – Eviparker

Tore: 1:0 (29.) Dzieciol, 1:1 (43.) Nnodim, 1:2 (84.) FE Eviparker, 2:2 (90.+9) Weeke

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