„Schmutziges 1:0 ist das Königsspiel!“
Und wieder mal der Cihan! (v.l.) Peter Rios, Torschütze Cihan Yilmaz und Marco Fiore feiern das 1:0 ab. 

Mit dem gestrigen 1:0 über die kleinen Paderborner und dem vierten Sieg in Serie hat Britscho den Start-Rekord aller 16 RW Ahlen Trainer endgültig in der Tasche und löst damit Carlos Castilla ab. Ein Entree bei RW Ahlen, dass den Übungsleiter gestern Nacht nur am Rande interessierte, Hand aufs Herz – eigentlich gar nicht.

Wichtiger war: „Wenn wir anfangen, auch das zu können und solche Spiele zu gewinnen, macht mich das stolz. Das war deshalb ein doppelter Schritt nach vorne“, urteilt Rekord-Inhaber Britscho über den verdienten Sieg, der nur zum Schluss unnötig zu einem Vabanquespiel wurde, als die Ostwestfalen ihre Gastgeber in deren eigener Hälfte einschnürten und dabei immer einen Schritt oder eine Stirnbreite vom drohenden Remis entfernt waren.

 Doch dabei blieb Paderborn ebenso ohne Konsequenz, wie die Minuten zuvor. Sieht gut aus, gewinnt aber selten – der klassische „Anna Kournikova“ eben.

 RW Ahlen blieb entspannt, ließ den ersten Schwarm Bienen mit hohem Pressing und schnellem Anlauf summend über sich ergehen und setzte selbst mit aktiver Nach-Vorn-Verteidigung nach, als sich der Paderborner Überschwang gelegt hatte. Von nun an dominierte Ahlen grundsolide und kontrollierte alles – nur nicht ganz die eigenen Chancen.

Nachdem Yilmaz per Kopf eine fein gezirkelte Vorlage Karas zum 1:0 ins Netz bugsiert hatte (36.), traf Onucka gleich zweimal frei vorm Tor neben das Gestänge (54./ 76.), und noch in der ersten Hälfte spielte Grodowski Paderborn Keeper Jashari völlig frei in die Arme.

Durchaus, ein Grund, sich noch Sorgen zu machen, den Paderborn gab sich lange nicht auf, setzte nach, war aber in den letzten 20 Minuten nicht routiniert genug, mit Halbchancen oder zu schwachen Abschlüssen den einen Punkt noch zu retten. „So ein schmutziges 1:0 ist das Königsspiel“, war es Britscho am Ende völlig wurscht.

Rekord? Fein, na und? RW Ahlen von den Toten auferstehen lassen, das ist wahres Können.

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