Schuberts Fair Play wird nicht belohnt
Bild: Havelt
Die Warendorfer (v.l.) Martin Nachtigäller, Max Schubert und Trainer Markus Kleine-Tebbe mussten sich mit einem 2:2 begnügen.
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Zum anderen sorgte Max Schubert mit einer beispielhaften Aktion dafür, dass die Gäste kurz nach dem Ausgleich nicht erneut in Rückstand gerieten.

Schuberts Geständnis

Beim Stand von 2:2 marschierte der WSU-Angreifer alleine auf das SG-Tor zu und traf zum 3:2 – das dachten zumindest alle, hatte Schiedsrichter Max Krämer aus Münster doch schon auf Tor entschieden. Nach Protesten der Sendenhorster fragte Krämer nach. Schubert gab zu, den Ball zuvor mit der Hand gespielt zu haben. Der Schiri nahm das Tor zurück.

Schiri mit zweierlei Maß

Allerdings tat Krämer das in der 88. Minute nicht, als Aleksander Knezevic ein reguläres 3:2 köpfte. Der Ball wurde erst deutlich hinter der Linie gerettet. Krämer fragte diesmal – trotz Bitten der Warendorfer – nicht nach. Da auch die Sendenhorster keine Anstalten machten, ihrerseits zuzugeben, dass das Leder klar drin war, blieb es beim 2:2. Bitter nur, dass sich zwei SG-Akteure nach der Partie noch über Schuberts Fair Play lustig machten, in Richtung WSU spotteten und so den Groll der Gegner und vor allem des ehrlichen Kickers auf sich zogen.

Dabei hätten die Hausherren das „Hand-Tor“ eigentlich gar nicht nötig gehabt, hatten sie die Partie doch sicher im Griff. Nach Querpass von Christoph Kuhlmeier hatte Schubert zum 1:0 (26.) getroffen, Martin Nachtigäller besorgte nur fünf Minuten später das 2:0. Die Pausenführung war hochverdient, zumal die SG völlig ungefährlich blieb.

Ein kapitaler Bock

In der 50. Minute wollte WSU-Keeper Sebastian Völzow dann allerdings im eigenen Strafraum Sebastian Roskosch locker aussteigen lassen, verlor dabei den Ball, und es hieß nur noch 2:1. Das brachte die Gäste wieder ins Spiel. Matthäus Druzd glich in der 59. Minute mit einem abgefälschten 20-Meter-Schuss zum 2:2 aus. In der Folge mussten sich die Warendorfer erst einmal neu orientieren, hatten danach aber genug Möglichkeiten, die Begegnung zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die Sendenhorster durften mit dem schmeichelhaften Remis äußerst zufrieden sein.

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