Sechs Tore und eine Unterschrift
Wieder ein Paar: René Lindner (l.) und Rouven Meschede (m.) teilen sich ab sofort wieder die Defensivarbeit.

Aber wenn seine Jungs bei Bodenfrost in kurzen Hosen unterwegs sind, darf natürlich auch der Trainer keine Schwäche zeigen. Zumal es auch viel zu Loben gab. Am Samstag gewann RW Ahlen beim Bezirksligisten TuS Eichlinghofen in Dortmund seinen dritten Test mit 3:0 und legte tags darauf zuhause gegen den Landesligisten BSV Schüren nochmal drei Treffer drauf. Alles wie gewünscht: keine Gegentore, feine offensives Direktspiel und schnelles Umschalten. Gut fürs Selbstvertrauen, wenn man sich erst einmal wieder erinnern darf, wo das Tor steht.

 „Nach vier nicht so starken Gegnern braucht’s jetzt aber bald den ersten Härtetest“, ist Albayrak in Gedanken schon beim Regionalligisten Hannover 96 II, der nächsten Samstag anreist. Bis dahin sollen die Entscheidungen gefallen sein, wen der Testkandidaten man denn nun verpflichten will. Während Innenverteidiger René Lindner gestern unterschrieben hat, werden Albayrak und Manager Joachim Krug über Max Bachl-Staudinger und Frank Nkongo Enoh noch beraten. Ob der Bezirksliga-Mann vom TuS Hannibal den Klassenunterschied ausgleichen kann, ist fraglich. Und Staudinger attestiert der Trainer zwar „gutes Pass- und Stellungsspiel, aber auch mangelnde Spritzigkeit.“

Dafür machten die Rückkehrer aber Spaß: Wassinger etwa, der gegen Eichlinghofen – neben Bilal Abdallah (40.) – gleich zweimal traf ( 27./ 51.). Oder Lindner, der beflügelt von der Vertragsunterzeichnung, das 1:0 gegen Schüren machte (13.) In der 22. Minute legte Aygün Yildirim das 2:0 nach, ehe Cihan Yilmaz kurz darauf das 3:0 gelang (29.). „Wassinger hat eine Nase zum Toreschießen“, nickt Albayrak, der auch Torwart Kirschstein lobte. „Mit seiner Erfahrung und in seinem Alter kann er die Mitspieler mitreißen.“ Andererseits, so stark war die Ahlener Defensive ja noch nicht gefordert. Sascha Kirschstein und Kollege Azmir Alisic, beide je eine Halbzeit im Tor, waren wohl die einzigen beiden, denen noch frostiger war als dem Trainer.

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