Selbstvertrauen des FSV erhält weiteren Knacks
Bild: Martinschledde
Kein Durchkommen gab es für die Gütersloherinnen Lena Lückel, Laura Hoffmann und Pia Lange (v. l.) gegen den BV Cloppenburg.
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So richtig trösten konnten diese Worte FSV-Trainerin Britta Hainke jedoch nicht, denn ihr Team hat nach drei Spielen weiterhin keinen Punkt auf dem Konto, dafür die Rote Laterne um so fester im Griff.

Die Gastgeberinnen bekamen im ersten Durchgang überhaupt keinen Zugriff aufs Mittelfeld. Leichtfertige Fehlpässe und zu verhaltenes Nachrücken sorgten für reichlich Bewegungsfreiheit bei Cloppenburg. „Wir haben durch die zahlreichen Abgänge im Sommer sehr viel Qualität verloren. Wenn es den jungen Spielerinnen an Selbstvertrauen mangelt und die erfahrenen Leute wie ich nur die Latte treffen, dann läuft halt nichts“, spielte die Ex-Cloppenburgerin Marie Pollmann auf jene Szene in der 13. Minute an, als ihr Distanzschuss gegen das Aluminium knallte. Zu allem Überfluss fing sich der FSV in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs das 0:1 durch Katarina Kolar ein.

Vorwiegend Einzelaktionen prägten auch den zweiten Durchgang, in dem die Gütersloherinnen in zwei Situationen so etwas wie Torgefahr entwickelten. Eine Chance bot sich Shpresa Aradini nach einer Stunde, als sie von Marie Schröder angespielt worden war. Doch statt im Strafraum den Abschluss zu suchen, passte Aradini das Leder zurück. Auch ein Ausdruck mangelnden Selbstvertrauens.

Sieben Minuten darauf zog Katrin Posdorfer einen Flachschuss knapp am Pfosten vorbei. Besser machten es die Gäste. Kea Eckermann traf per Elfmeter nach Schmücker-Handspiel zum 2:0 (72.), Marta Stobba aus 30 Metern mit dem Schlusspfiff zum 3:0.

Aufgeben wollen sich die Gütersloherinnen nach dem neuerlichen Rückschlag jedoch nicht. „Die nötige Qualität kommt bei uns bestimmt noch, die muss sich im Laufe der Saison entwickeln. Zudem haben wir ein starkes Auftaktprogramm erwischt, da steht man schnell unten drin“, sagte Marie Pollmann. Ihre Trainerin Britta Hainke drückte es etwas sarkastischer aus: „Mit drei Niederlagen sind wir im Soll.“ Damit spielte Hainke auf Äußerungen von Geschäftsführer Michael Horstkötter an, dass der Zweitligist angesichts der ersten Gegner durchaus damit rechnen müsse, ans Tabellenende abzurutschen.

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