Sonne verbrennt  Hoffnungen auf DM-Medaille
Stefan Wittwer (Mitte) wurde Achter der Senioren-DM.

Richtig freuen mochte sich der 46-jährige Stukenbrocker darüber aber nicht. „Ich hatte mir schon eine Medaille gewünscht, und das war auch drin. Ich hatte keinen Einbruch und im Finale noch genug Druck, um den zweiten Platz im Sprint des Hauptfeldes zu belegen“, war der Vize-NRW-Meister mit hohen Erwartungen in die Hansestadt gereist.

Als sich zur Hälfte des 100 km langen Rennens drei Fahrer mit dem früheren Deutschen und Weltmeister Heinz Häusler (Team ME Mettmann) absetzten, ging Wittwer nicht mit. „Ich habe mir diese Situation später noch 100 000 Mal durch den Kopf gehen lassen Vielleicht hätte ich das Loch schließen sollen, aber vielleicht wären die drei dann auch nicht mehr mitgefahren“, überlegte Wittwer. „Jetzt muss ich wieder ein Jahr warten und an meiner Form arbeiten“, hat Wittwer die Medaille noch nicht abgeschrieben.

Pech hatte Vereinskollege Bernd Brune, der auf nasser, glitschiger Straße in einer Kurve stürzte und mit Prellungen und Hautabschürfungen an Beinen und Ellbogen aufgab. Roman Nowak (Bild), konnte zwar einem Sturz ausweichen, verlor dadurch aber den Anschluss ans Hauptfeld und musste sich mit Rang 36 zufriedengeben.

Direkt davor rollte mit Andreas Jung (35.) ein weiterer RSVer über den Zielstrich. „Ich hatte Krämpfe im Oberschenkel“, hatte sich der Westfalen-Meister auf dem unrhythmischen Kurs mehr ausgerechnet.

 Gar nicht klar kam Markus Nieländer mit der Hitze. Als direkt vor ihm einige Fahrer stürzten, ging der Harsewinkeler aus dem Rennen. Damit war der 47-jährige in guter Gesellschaft, denn von 100 Startern erreichten nur 42 das Ziel. Zufrieden war Jürgen Fromberg.

Im Rennen der Senioren 3 (51-60 Jahre) fuhr der Herforder nach 72 km in der zweiten Gruppe auf den 25. Platz. „Das war ein ganz hartes Rennen. Bei dem Wetter und der Vorbereitung ist das ganz ordentlich“, war Fromberg nach einem hartnäckigen Virus-Infekt im Frühjahr erst spät ins Training eingestiegen.

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