Souveräner Auftritt beim Kellerkind
Ein Treffer zum Geburtstag: Verls Philipp Sander (Mitte) beschenkte zu seinem 23. Geburtstag mit dem Tor zum 4:0-Endstand in Magdeburg selber.

Und das ausgerechnet beim Heimdebüt des neuen FCM-Trainers Christian Titz. 

„Die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, hat mir gefallen“, hatte Capretti nach dem Schlusspfiff ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht. Denn anders noch als beim letzten Spiel, der 2:3-Niederlage in Rostock, ließ sich sein Team diesmal eine 2:0-Führung nicht mehr aus der Hand nehmen. Die einfach klingende Erklärung des Trainers hierfür: „Man hat gemerkt, dass wir unbedingt gewinnen wollten.“ 

Gleich auf vier Positionen veränderte Guerino Capretti die Startformation im Vergleich zum Dämpfer in Rostock. Lasse Jürgensen, Julian Schwermann, Sven Köhler und Aygün Yildirim (zuletzt gelbgesperrt) begannen für Yannick Langesberg, Philipp Sander, Mael Corboz und Patrick Schikowski, die zunächst alle auf der Bank Platz nehmen mussten. 

Verls kongeniales Stürmerduo Zlatko Janjic in der vierten Minute und Yildirim (16.) entnervten mit ihren Toren die Hausherren frühzeitig. Doch auch Kasim Rabihic, dritter Offensiver beim Sportclub, hatte mit seinen Dribblings wesentlichen Anteil am souveränen Auftritt. „Die ersten beiden Treffer waren Geschenke von uns“, ärgerte sich Christian Titz über Nachlässigkeiten seiner Mannschaft. 

Als es Magdeburg selber mal à la Verl mit einer offensiveren Spielweise probierte, schien der Anschlusstreffer möglich. Doch in der einzigen kleinen Drangphase des Titz-Teams legte Yildirim das 3:0 nach (42). Als fast mit dem Pausenpfiff Brian Koglin nach einem Foul an Yildirim mit Rot vom Platz flog, war es um den einstigen Europapokal-Sieger schließlich schon geschehen. 

Zwar kehrte Titz zum zweiten Durchgang vom misslungenen Versuch einer Dreierkette zum Viererriegel in der letzten Reihe zurück, an der Niederlage änderte dies indes nichts mehr. Gegen den Sportclub kassierte die heimschwächste Mannschaft der 3. Liga sogar noch das 0:4, weil sich der eingewechselte Philipp Sander mit einem Distanzschuss mit seinem zweiten Saisontor selber zum 23. Geburtstag beschenkte.

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