Spätes 2:2 - SCW wieder in Krimilaune  
Foto: Dünhölter
Nichts für schwache Nerven: Bjarne Pudel (l.) blies mit dem SC Wiedenbrück zur Aufholjagd. Zur Belohnung gab es einen Punkt.
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„Meine Mannschaft hat eine unfassbare Mentalität“, lobte SCW-Trainer Daniel Brinkmann sein Team überschwänglich. Die Hausherren hatten erst in der 90. Minute dank des eingewechselten Niklas Szeleschus den Ausgleich perfekt gemacht. Ein Herzschlagfinale, nachdem Oli Zech zuvor (77.) mit einem Elfmeter zum 1:2 verkürzt hatte. 

Szeleschus und Zech die Männer des Abends

Auch an diesem Tor war Szeleschus beteiligt, der eigentlich gar nicht fit war, weil er durch eine Bänderverletzung gehandicapt ist. Als er vor dem Elfer von Henning Matriciani im 16er gelegt worden war, zeigte Schiri Jörn Schäfer sofort auf den Punkt – mit den bekannten Konsequenzen für die vor allem vor der Pause lange besseren Schalker. Das 0:1 von Diamant Berisha (31.) ging daher in Ordnung. 

Allerdings hatte auch der Gastgeber zunehmend mehr Chancen. Beispielsweise einen Klassefreistoß von Philipp Beckhoff (51.), der die Kugel im Anschluss an ein Foul an David Hüsing an die Latte zirkelte. Leo Scienza zielte nach gut einer Stunde (63.) ein wenig besser und brachte die Knappen mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck mit 2:0 in Führung. 

Brinkmann-Elf setzt alles auf eine Karte

Jetzt musste die Brinkmann-Elf alles auf eine Karte setzen – und sie machte genau das mit einer riesigen Portion Leidenschaft. Innenverteidiger Oli Zech rückte immer weiter nach vorne, während der eingewechselte Durim Berisha dessen Part übernahm. „Fußballerisch haben wir heute zu oft keine Lösungen gehabt“, gab Brinkmann zu. „Also mussten wir es diesmal brachial lösen.“ Das funktionierte auch. Der SCW erzwang geradezu Zechs Strafstoß zum Anschluss, ehe Szeleschus im ersten Geisterspiel im Jahnstadion traf und in einer Jubeltraube verschwand. 

Wieder so ein Wahnsinnsspiel. Mit ein bisschen Glück hätten die Emsstädter sogar gewinnen können. Lucas Klantzos’ Kopfball (80.) landete in den Armen des Keepers, Fabian Brosowski (85.) drosch den Ball an die Latte. Schade. Betrachtet man das gesamte Spiel, ging das Remis aber sicherlich in Ordnung.

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