Spielen, siegen! Nicht sabbeln!
Viel Platz ist nicht: Guiliano Nieddu versucht, den Ball um die Mauer herum zu zirkeln. Auch gegen Hamm wird RW Ahlen nicht allzu viele Chancen bekommen.

 „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in Schwierigkeiten stecken“, formuliert es RW Ahlens Manager Joachim Krug gewohnt pragmatisch vor dem Nachbarschaftsduell gegen die Hammer SpVgg am Sonntag. Etwas geschönt, denn man weiß nicht, was schlimmer ist: der Grusel-Fehlstart oder die argen Personalprobleme.

 Beides zusammengenommen jedenfalls küren Hamm erstmals gegen Ahlen zum Favoriten – bisher konnte der Nachbar noch nie gegen die Rotweißen gewinnen. Ist jetzt Zeit fürs erste Mal?

 „Die Jungs spüren schon Frust und Mut gleichermaßen“, glaubt Trainer Erhan Albayrak seine Spieler gerüstet, um sich zu rehabilitieren. Aber welche denn noch? Karaca und Zengin fallen aus, Daglar hat schon wieder ein wenig mitgezockt beim Training, ob es aber für die erste Elf reicht? Meschede brach erkältet die Mittwochsübungen ab – muss wohl wieder Co-Trainer Hasan Ugur das Trikot überstreifen.

 Denn Verstärkungen sind immer noch nicht in Sicht. „Klar hab ich welche auf der Liste, aber die muss ich wohl noch weichkochen“, hat Krug zu warten, bis seine Wunschkandidaten ihre Träume von Regional- oder Dritter Liga begraben. Bisherige Testspieler waren wohl nicht so überzeugend. „Da muss der Trainer am Sonntag ein glückliches Händchen haben“, bleibt der fromme Wunsch nach wirksamen Umstellungen im Kader.

 Will Albayrak – was sonst? – auch probieren, aber auch nicht zu viel verraten, denn der Nachbar hört ja mit. Gut, Sinan Özkara könnte in die Abwehr rücken, aber wie die schwache linke defensive Seite verstärkt oder das Offensivproblem gelöst werden soll, darüber grübelt Albayrak noch bis Sonntag. Hat aber auch keine Lust das zu diskutieren: „Hey, es ist Derby, da muss man aufhören zu sabbeln!“

SOCIAL BOOKMARKS