Stadtsportring erhöht die Vereinsförderung
Bild: Nieländer
Die Führungsriege des Stadtsportrings: (v. l.) Marcel Meermann, Magdalena Kaup, Dietrich Möller, Thomas Becker, Manfred Wöstmann und Jutta Eckstein.
Bild: Nieländer

Zudem schüttet der Dachverband der Harsewinkeler Sportvereine seinen Kassenbestand in Höhe von 5732 Euro zum Großteil an die 27 Vereine aus. Aus dem Etat von 115349 Euro plant der Stadtsportring in diesem Jahr 110200 Euro an seine Sportvereine auszuschütten.

Der Überschuss ermöglicht es dem SSR zudem, die im Vorjahr vorgenommene Etatkürzung um fünf Prozent nachträglich um zwei Prozent zu reduzieren. „Den ersten Teil des Geldes werden in den nächsten Tagen auf die Vereinskonten überwiesen“, erklärte der SSR-Vorsitzende Dietrich Möller während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch in der Mensa der August-Claas-Schule.

Mit Sorge betrachtete Möller den Mitgliederrückgang in den Vereinen auf 7495 Sportler. Während die Zahl bei den Erwachsenen nur leicht sank, analysierte Möller bei den Jugendlichen und Schülern in den vergangenen zwei Jahren einen deutlichen Rückgang von 191 Jugendlichen gegenüber dem Rekord-Jahr 2010. „Wir müssen wachsam sein, wie wir auf die demographische Entwicklung reagieren. Wir werden immer mehr Menschen im hohen Alter in den Vereinen mit einem entsprechenden Sportangebot haben und immer weniger Jugendliche“, erklärte Möller und verwies auf den Workshop und die Ergebnisse, die der Stadtsportring zum demographischen Wandel vor Jahren durchgeführt hatte.

Erfreut zeigte sich Dietrich Möller über den Ratsbeschluss, eine Zweifachturnhalle in Marienfeld zu bauen. „Dadurch dürften sich die Raumprobleme der TSG Harsewinkel und SW Marienfeld entspannen“, sagte der SSR-Chef, der mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr rechnet. Mit Bedauern vermeldete Möller die Auflösung des Schachvereins 8x8.

Bei den Vorstandswahlen wurden Jutta Eckstein (Stellvertreterin), Marcel Meermann (Schriftführer) und Magdalena Kaup (Beisitzerin) einstimmig bestätigt. Nicht besetzt wurde das Amt des Jugendwartes, das Sebastian Elbracht seit einem Jahr kommissarisch ausübte. Aus zeitlichen Gründen mochte Elbracht nicht mehr kandidieren. Möller: „Trotz intensiver Suche haben wir keinen Kandidaten gefunden.“

Keine Extra-Mittel für die Roten Funken

Bei zwei Gegenstimmen wurde der Antrag der KG Rote Funken abgelehnt, die Ausstattung mit Material in Höhe von 7500 Euro zu fördern. „Andere Sportarten haben ähnlich hohe Kosten“, verwies Möller auf kostenintensive Sportarten, die ebenfalls nicht gesondert gefördert werden. Auch der zweite Antrag der Roten Funken, den Fahrtkostenzuschuss für die Teilnahme an Meisterschaften auf 2000 Euro aufzustocken, wurde mehrheitlich abgelehnt. Damit bleibt es bei der im vergangenen Jahr beschlossenen Förderung von maximal 1000 Euro.

„Wir haben in anderen Städten und Gemeinden nachgefragt. Dort gibt es eine solche Förderung gar nicht oder ist ähnlich hoch“, sieht Möller den SSR kreisweit auf einem hohen Niveau agieren. Erfreut zeigte sich Möller über den großen Zuspruch von 18 Jugendlichen an der dezentralen Sporthelferausbildung in Harsewinkel. „Eine tolle Sache. Bis auf zwei Teilnehmer möchten alle weitermachen und den Gruppenhelferschein oder die Übungsleiterlizenz erwerben“, so Möller.

SOCIAL BOOKMARKS