Stefan Holtkötter fährt nach Las Vegas
Bild: Becker
Auf dem Weg nach Las Vegas. Triathlet Stefan Holtkötter
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 Holtkötter lieferte auf Rang 28 des Gesamteinlaufs mit 4:35:23 Stunden eine Glanzleistung ab und ergatterte als Vierter seiner Altersklasse das begehrte Ticket für die Weltmeisterschaft über die halbe Ironmandistanz in Las Vegas. 50 WM-„Slots“ wurden unter den 2.400 Startern vergeben.

Nach dem Schwimmen in 25:36 Minuten lag „Holti“ noch an 24. Stelle. Das Radfahren auf dem hügeligen Kurs absolvierte er in 2:40:43 Stunden (40. Radzeit) mit einem Durchschnitt von 33,6 km/h. Besonders die Halbmarathonleistung von 1:24:19 Stunden (32. Laufzeit) zeigt die starke Ausgeglichenheit des bisherigen Kurz-Spezialisten. Das Triathlon-Spektakel am Wiesbadener Kurhaus, das mit dem Slogan „härtester halber Tag des Jahres“ wirbt, gewann der Freiburger Andy Böcherer mit 4:08:36 Std. vor dem Tschechen Filip Ospaly (4:10:19 Std.) und dessen Landsmann Martin Krnavek (4:15:02 Std.).

Bereits in zweieinhalb Wochen geht für Stefan Holtkötter der Flieger in die USA. Holtkötter hatte bei seinem „Projekt Mitteldistanz“ alles auf eine Karte gesetzt. Was für den Ironman der Start auf Hawaii ist, das ist für den Mitteldistanzler die 70.3 (Meilen) oder besser verständlich, die Halb-Ironman-Weltmeisterschaft.

 „Langenberg oder Las Vegas“ lautete Holtkötters Credo während der letzten Wochen. Einen Start in Sassenberg, wo er vor zwei Jahren gewann, hat er am letzten Sonntag dafür sausen lassen. Wenn es nicht geklappt hätte, wäre ein trister Saisonausklang in der Heimat für „Holti“ die logische Folge gewesen. In Las Vegas trifft er nun auf einen Vereinskollegen. „Wolle“ Ermeling (Trispeed), der im österreichischen Linz lebt, hat sich vor einigen Wochen beim 70.3-Rennen in St. Pölten für die Weltmeisterschaft in den USA qualifiziert.

So wird es jetzt noch einmal bunt für Stefan Holtkötter. Für den vor zwei Jahren von Trispeed Marienfeld (wo er immer noch Mitglied ist) ins Bundesliga-Team des TV Lemgo gewechselte Dreikämpfer hat der Erfolg eine wichtige Komponente: Erstens, er weiss jetzt, dass er auf der Mitteldistanz angekommen ist. Zweitens, er hat wieder echte Ziele, denn nach dem Rückzug der Lemgoer Mannschaft aus der 1. Triathlon-Bundesliga zu Beginn des Jahres steht die Liga nicht mehr ganz so hoch bei den ostwestfälischen Top-Triathleten im Kurs. Wie gut seine Form ist, hatte Stefan Holtkötter bereits vor einigen Wochen gezeigt, als er in Warstein den aufgrund der Topografie schweren Möhneseetriathlon (1,5-40-10 km) mit sechs Minuten Vorsprung gewann.

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