Stenzel nimmt seinen Hut, Maul kritisiert Mannschaft
Bild: Dünhölter
Ablösung: Oliver Stenzel (Mitte) folgte Detlef Forsch (l.) als zweiter Vorsitzender des FCG. Vereinsboss Dr. Bernd Ruhnke (r.) will Anfang kommenden Jahres den Nachfolger vom Nachfolger präsentieren.
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Kursierten in den vergangenen Wochen Gerüchte, Aufsichtsratsmitglied und Sponsor Jörg Siekmann würde sich lieber beim Drittligisten Arminia Bielefeld finanziell engagieren, so deutet eine Entscheidung vom Donnerstag darauf hin, dass Siekmann auch in der kommenden Saison dem FCG treu sein wird. Denn nicht zuletzt auf Betreiben des Aufsichtsrats soll der zweite Vorsitzende Oliver Stenzel vorgestern seinen Posten geräumt haben.

Das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Stenzel war vom Vorsitzenden Dr. Bernd Ruhnke in den Vorstand berufen worden, nachdem Detlef Forsch im Zuge der Trennung von Trainer Dirk Flock und Sportlichem Leiter Wolfgang Grübel in der vergangenen Winterpause sein Amt niedergelegt hatte.

Lediglich Sportchef und Aufsichtsratsmitglied Ronny Maul war gestern telefonisch erreichbar, mochte die Personalie allerdings nicht näher kommentieren: „Wir wollen vor dem Spiel beim SC Beckum am Sonntag nicht noch für mehr Unruhe sorgen.“

In einer von FCG-Pressesprecher Rolf Rotthaus verschickten Stellungnahme hieß es: „Aus beruflichen und privaten Gründen wird es Herrn Stenzel zukünftig nicht mehr möglich sein, seinen Aufgaben im Verein in der gewohnten Qualität nachzugehen.“ Der nun vakante Posten soll zum 1. Januar neu besetzt werden.

Deutlicher wurde Maul in puncto Mannschaft. „Das Potenzial ist bei den Spielern vorhanden, nur rufen es viele in dieser Saison nicht ab“, vermisst der ehemalige Nationalspieler den nötigen Teamgeist, agiere die Mannschaft zu selten als verschworene Einheit. „Oft hatte ich das Gefühl, in der einen oder anderen Situation hätten die Jungs mehr geben können“, kritisiert Maul, der sich Gedanken macht, wie es nach der Winterpause weitergehen soll. Maul will nicht ausschließen, dass sich der Verein nach dem Ende der Hinrunde von Spielern trennen wird, die bislang den Eindruck vermittelt haben, sich nicht voll einzusetzen. „Wir leben auch im Fußball in einer Leistungsgesellschaft. Da müssen die Spieler mit dem Druck umgehen können.“

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