Stoppt beste Defensive der Liga Verls Erfolgslauf?
Foto: Dünhölter
Erneut gefordert: Christopher Lannert (r.) dürfte auch gegen Dynamo Dresden auf der rechten Position in der Vierer-Abwehrkette des Sportclubs den angeschlagenen Steffen Lang ersetzten.
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„Wir müssen nicht in Dresden antreten – wir dürfen“, sagte Verls Trainer Guerino Capretti auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 gegen Viktoria Köln am Samstag. Eine doppeldeutige Anspielung auf die hervorragende sportliche Ausgangslage des Sportclubs einerseits, sowie die privilegierte Situation andererseits, selbst im Lockdown weitermachen zu dürfen. 

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, machte sich der SCV-Tross gestern nach einer morgendlichen Trainingseinheit und einem gemeinsamen Mittagsessen mit zwei Bussen, darunter einem Doppeldecker, auf den Weg ins Elbflorenz. 

Dort treffen die Ostwestfalen auf einen Gegner, den in den vergangenen Wochen eine Erfolgswelle auf den ersten Platz gespült hat. Fünf Siege und ein Remis bilden die jüngste Ausbeute der Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski. Dabei konnte sich Dynamo Dresden vor allem auf seine Defensive verlassen, die mit erst zwölf Gegentreffern die beste Abwehr der Liga stellt. 

Eine harte Nuss, die Verls Abteilung Attacke heute Abend zu knacken hat. Zumal es dem Sportclub zuletzt gegen Viktoria Köln an der nötigen Präzision beim Abschluss mangelte. Oder, wie es Capretti formulierte: „Wir haben gute Möglichkeiten verpuffen lassen. Das müssen wir uns vorwerfen lassen.“ 

Insgesamt jedoch kann sich die Trefferquote sehen lassen. Hinter 1860 München (30 Treffer) verfügt Verl bei 26 erzielten Toren über die zweitbeste Offensive der Liga.

„Natürlich bedingt unser Spiel eine hohe Laufarbeit. Deshalb stand nach der Viktoria-Partie Regeneration auf dem Plan“, sieht Guerino Capretti seine Mannschaft  vor einer „großen Herausforderung“ stehen. Die kann er mit dem Kader vom vergangenen Spieltag angehen. Neben den Langzeitverletzten Yannick Langesberg, Julian Stöckner, Frederik Lach, Nico Hecker und Patrick Choroba wird Außenverteidiger Steffen Lang ein weiteres Mal fehlen. Guerino Capretti: „Er hat seine Achillessehnenprobleme noch nicht auskuriert.“

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