Stroemer in Beckum, RWA redet mit Nebi
Vor sechs Jahren schon ein Rotweißer: Arda Nebi (r.) gehörte im Oberliga-Kader RW Ahlens schon 2014 zu den Leistungsträgern. Mit viel Regionalliga-Erfahrung könnte er jetzt zurückkommen.

 „Wir hängen alle noch in der Luft, es schadet nicht, wenn es noch dauert“, sagt Peter Tripmaker. Der Vorsitzende des Landesligisten Beckumer SV hat gut reden, schließlich hat er seinen Laden schon dichtgemacht. 

Mit Sebastian Stroemer hat Trainer Giovanni Taverna noch eine echte Verstärkung abgegriffen. „Damit sind wir komplett“, so Tripmaker. Stroemer (27) hatte zwar als linker Verteidiger bei RW Ahlen zuletzt in der Oberliga nicht mehr die große Rolle gespielt, ist aber für die Landesliga definitiv ein Königswechsel und Kandidat auf eine Führungsposition. 

In der Regionalliga hingegen wäre es für ihn in Ahlen deutlich schwerer geworden, da suchen sie jetzt nur noch Spieler „on top“. Heißt: Zugänge, die sofort die Qualität mit ins Wersestadion bringen, um mit der ersten Elf auflaufen zu können. Da die nicht auf Bäumen oder in Spexard wachsen, lässt man sich bewusst Zeit.

 „Wir lassen auch Wunschkandidaten gerne erst mit anderen Clubs reden“, wartet Manager Joachim Krug gern auf das, was dann später noch abfällt. Krösus sind sie bei den Rotweißen nämlich immer noch nicht. Ein Gespräch mit zwei viel versprechenden Anwärtern wurde jüngst gar nicht erst weitergeführt, „weil die beiden so viel haben wollten, wie bei uns zehn Spieler bekommen“, sagt Krug. 

Was sich Arda Nebi so vorstellt, werden sie bald erfahren. Der 29-jährige Linksaußen, der zuletzt für den TuS Haltern spielte, steht wohl kurz vor seiner Rückkehr. 2014 war Nebi einer der Leistungsträger bei RW Ahlen, ehe später nach Lippstadt, Erkenschwick, Siegen und Aachen weitergewandert war. Sollte man sich einig werden, fehlen nur noch ein Torwart, ein „Sechser“, ein „Zehner“ und ein Stürmer. Wohlgemerkt: „on top“. Hört sich anspruchsvoll an. Aber RWA kann ja warten.

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