Sven Pieper fährt in die Medaillenränge
Auf den Bronzeplatz fuhr der Langenberger Sven Pieper bei der deutschen Meisterschaft im Cross Country.

Mit nur 30 Sekunden Rückstand auf den Sieger Manuel Lohr überquerte Pieper nach einem starken Rennen in 1:06:32 Stunden über den Zielstrich.

 Der gebürtige Westerwieher war mit Titelambitionen an den Start gegangen. „Bei den Rennen im Vorfeld war ich stark gefahren und eine Woche vor der DM NRW-Meister geworden“, erklärte Pieper. „Mein Minimalziel war eine Medaille und insgeheim hatte ich mit dem Sieg geliebäugelt.“ Pieper spult im Training jährlich bis zu 15000 km ab. „Die meisten davon mit dem Mountainbike. Früher bin ich bis zu 20000 km im Jahr gefahren, doch jetzt trainiere ich mehr Athletik“, so Pieper, der mit der Empfehlung von zwei deutschen Vizemeisterschaften und drei dritten DM-Platzierungen nach Wombach gereist war. Im Rennen lief es nicht nach Plan. Pieper setzte sich zwar in einer vierköpfigen Spitzengruppe fest.

Nach einer rasanten Abfahrt wurde der 41-Jährige im Steilstück des Gegenanstiegs vor einen Baumstumpf abgedrängt. „Bis ich wieder ins Pedal reingeklickt war, lag ich weit zurück und habe bei der Aufholjagd zu viele Körner gelassen“, ärgerte sich der Fahrer des Rapiro Racing Teams. Der durch den Regen völlig aufgeweichte Kurs verlangte zusätzliche Kraftanstrengungen, so dass schnell klar wurde, bis nach ganz vorne würden die Kräfte nicht reichen.

 „Der Kurs war im trockenen Zustand gut zu fahren gewesen, im nassen aber eine absolute Katastrophe. Das war eine reine Schlammschlacht“, bevorzugt Pieper schnelle Kurse. „Es liegt mir eher, meine Kraft und Kondition auszuspielen. Ich komme aber auch mit den technischen Kursen gut klar“, sieht er sich als Allrounder unter den MTB-Spezialisten.

Etwas schwerer tut sich Pieper auf den ultralangen Marathon-Distanzen. „Ich habe aber auch schon MTB-Rennen wie Willingen über 90 km und länger gewonnen“, sagt Pieper, der am liebsten nach spätestens vier Stunden wieder im Ziel ist. Dafür kommt der Langenberger aufgrund seiner guten Erholungswerte auf MTB-Etappenrennen sehr gut klar. Nach zwei Siegen in Italien im vergangenen Jahr hofft der Vertragsamateur des Rapiro Focus Racing-Teams nun, Ende Juli auch bei einem Mehrtagesrennen mit vier Etappen in Polen erfolgreich sein zu können.

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