TSG auch in Soest auf verlorenem Posten
Elf Tore warf Nikola Krspogacin  für die TSG Harsewinkel. Dennoch kehrten die Gäste mit einer Niederlage aus Soest zurück.

Denn mit nun 4:22 Punkten hat das Schlusslicht nach Abschluss der Hinrunde drei Zähler Rückstand auf den vom TuS 97 gehaltenen, rettenden 12. Tabellenplatz. Obwohl die TSG Harsewinkel wie zu befürchten war, ohne ihren Haupttorschützen Florian Bröskamp (Bauchmuskelverletzung) auskommen musste, blieb sie dem TV Soest bis zum 9:10 (16.) auf den Fersen. Zu verdanken hatte die Gäste das dem bis zur Pause sieben Mal aus dem Rückraum treffenden Niko Krspogacin und dem stark beginnenden Johnny Dähne.

Als sich jedoch die leichten Ballverluste seiner Vorderleute im Passspiel häuften, verzweifelte selbst der Torwartroutinier, als die Hausherren immer wieder zu einfachen Kontertoren durch Fabian Schnorfeil sowie Luke Tischer kamen und das Ergebnis bis zum Halbzeitpfiff auf 18:13 stellten. Die mitgereisten TSG-Fans hofften in Halbzeit 2 vor allem auf eine Steigerung von Sven Bröskamp und Jonas Kalter.

 Der Kapitän hatte für seine zwei Tore ein halbes Dutzend Versuche gebraucht und der dritte Rückraumspieler der TSG gar nicht getroffen. Tatsächlich kamen die Harsewinkeler wild entschlossen, die Partie zu drehen aus der Kabine. Mit dem Einsatz des siebten Feldspielers verunsicherten sie die Gastgeber so sehr, dass es schon 21:22 stand, als sich die spielentscheidende Szene ereignete.

 Nach einem Gegenstoßpass auf Malik St. Claire hatte der Soester Torhüter Veit Lichtenegger Körperkontakt mit dem schnellen Harsewinkeler und sah folgerichtig die Rote Karte. Weil sich die Nummer eins, Christian Ihssen schon in der ersten Halbzeit verletzt hatte, stellte Trainer Sören Hohelüchter mit Lasse Müller einen Feldspieler zwischen die Pfosten.

Der kassierte zwar noch den Ausgleichstreffer zum 22:22 durch eine von Florian Öttking verwandelte „Marke“, avancierte dann aber zum „Mann des Spiels. Weil den Harsewinkeler nicht mehr viel einfiel, als Krspogacin in Manndeckung genommen wurde, nahm Müller ihnen sieben, acht der unvorbereiteten Würfe weg und brachte auch noch die Halle zum Kochen.

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