TSG winkt Aufstieg - TV droht Abstieg
TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt steht vor einem Überraschungs-Coup mit seinem Team.

 So ist die TSG mit 16:6-Zählern aktuell als Tabellenzweiter in der Verbandsliga sogar ein möglicher Oberligaaufsteiger, während der TV Verl mit 7:15-Punkten auf Rang zwölf herumkrebst und gegen den Abstieg im neuen Jahr kämpfen muss.

Am dritten Spieltag begann die Verler Leidenszeit. Bei der Heimniederlage gegen Rödinghausen zog sich Mannschaftskapitän Thomas Fröbel einen Kreuzbandriss zu. Den Ausfall des Angriffs-Allrounders konnte das Team in der Folgezeit zu keinem Zeitpunkt kompensieren. Auch nicht, als im Dezember endlich mit Thilo Vogler ein Rückraumspieler nach Mittelfußbruch zurückkehrte Ein überzeugender Heimsieg im Kreisderby über Steinhagen und viele Rückschläge gipfelten in dem Schlüsselspiel, dem Jahresabschluss gegen Hüllhorst in eigener Halle.

 Das wurde gewonnen, aber seitdem müssen die Verler auf der Trainerposition umdenken. Um nicht zu einer „lame duck“ (lahmen Ente) zu werden, hatte Sören Hohelüchter, seit 2013 für den TVV auf der Bank verantwortlich, nach dem Sieg bekanntgegeben, dass er das Kapitel TV Verl nach insgesamt sechs Jahren als Spieler und Trainer zuschlägt. Zumindest bis zum ersten Meisterschaftsspiel gegen Oberaden haben nun der bisherige Co-Trainer Robert Voßhans (24) und Thomas Fröbel (28) das Kommando auf der Bank übernommen.

Ganz anders verlief dagegen die Entwicklung in Harsewinkel. Auch die Mannschaft von Manuel Mülhlbrandt, der genau wie sein Verler Kollege Sören Hohelüchter noch einige wenige (und vermutlich auch die letzten) Male als Spieler auflief, verlor am dritten Spieltag. Doch dann holte das Team aus der Mähdrescherstadt 13:3-Punkte, gewann zwei Spieltage vor Jahresende das Spitzenspiel mit einer Gala gegen Nettelstedt und bezwang zum Jahresende auch Spradow mit einem Arbeitssieg. Lohn dieser imponierenden Serie ist Platz zwei.

Der bislang souveräne Spitzenreiter LIT Germania Tribe II darf nicht aufsteigen, weil die erste Mannschaft in der Oberliga spielt. Somit haben die Harsewinkeler durchaus Chancen auf den Überraschungscoup mit Blickrichtung Oberliga. Chancen ja, Ambitionen nein. „Hört mir auf damit, dafür fehlen hier noch Strukturen und Hände“, wehrte Mühlbrandt schon einmal vorsichtshalber ab.

So leicht, wie in der Saison 2017/18 dürfte es allerdings lange Zeit nicht mehr werden, nicht nur ans Tor der vierthöchsten Liga zu klopfen, sondern auch hindurchzugehen.

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