TV Isselhorst zieht Oberliga-Ticket
Jonas Wieneke und seine Isselhorster Teamkollegen  haben sich für das Abenteuer Oberliga entschieden.

 „Das hat uns am Pfingstmontag wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen“, berichtet Guido Marquardt, Sportlicher Leiter des TVI von unzähligen Telefonaten, die am Dienstag in der Entscheidung mündeten, dass „wir das Abenteuer angehen und versuchen, vier Mannschaften hinter uns zu lassen.“ Das Ziel lautet einzig und allein Klassenerhalt.

 „Es ist eine Herkulesaufgabe. Doch wir haben diese Chance bekommen und wollen sie nutzen“, fasst Marquardt zusammen. Im Unterschied zur Entscheidung vor zwei Jahren, als die „Turner“ als Tabellenzweiter auf ein Relegationsspiel um den Aufstieg verzichteten, sei die Mannschaft gereift, sagte Marquardt. „Und sie ist heiß. Auch Trainer Michael Jankowski traut dem 17er-Kader zu, es zu packen. Zudem hat - ganz wichtig - auch der Hauptverein seine Unterstützung zugesichert“, nennt der 51-Jährige die ausschlaggebenden Faktoren für den am grünen Tisch ermöglichten Weg in die höchste Amateurspielklasse.

 Bis zum 30. Mai hätten die Isselhorster Zeit gehabt, um den Aufstieg anzunehmen oder abzulehnen. „Unsere Fallhöhe ist nicht sonderlich hoch. Denn die Mannschaft wird nicht auseinanderbrechen, wenn es schief geht. Sie wird aber definitiv reifen. Das soll aber nicht heißen, dass wir zu einem Lieferando der Oberliga werden wollen“, traut auch Marquardt, dem voraussichtlich am 1. Juni in die Vorbereitung einsteigenden Team zu, den Klassenerhalt („Wäre für uns bei dem gewiss kleinsten Etat sensationell“) zu packen. 

„Die Bereitschaft ist aus der Mannschaft gekommen“, ergänzt der Sportliche Leiter, der sich freut, dass die Handballkarte im Kreis mit dem dritten Oberligisten nach SF Loxten und TSG Harsewinkel aufgewertet wird. Eine Aufstockung des Kaders macht für Marquardt nur Sinn, „wenn uns einer vor die Füße fällt, der für 100 Tore gut ist.“ 

Nach welchem Modus die eventuell 24 westfälischen Oberligisten dann spielen, steht noch nicht fest. Weitere Vereine aus dem „Südkreis“ sind nicht aufstiegsberechtigt. Im „Norden“ tendiert die TG Hörste dazu, den Aufstieg von der Landes- in die Verbandsliga zu realisieren.

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