Tantow zwischen Regeneration und Akquise
„Hier steckt jede Menge Potenzial“, ist Torwart Stephan Tantow überzeugt und arbeitet gleichzeitig an seinem Comeback

 „So was kann ich mir für die Zukunft gut vorstellen. Beruf und Fußball verbinden, das gehört zu meinem Leben dazu“, sagt der 30-Jährige und arbeitet deshalb seit Mitte November als Marketingleiter bei RW Ahlen. Nicht, ohne seine sportliche Passion zu vernachlässigen.

Seit April laboriert der Torwart an einem Knorpelschaden samt Innenbandriss im Knie und schwitzt gleichzeitig für sein Comeback nach der Winterpause. „Ich will schon noch ein paar Jährchen Fußball spielen, das ist immer ein super Ausgleich“, sagt Tantow, der schon beim SC Preußen Münster, in Gievenbeck, der Schalker Zweiten, SF Lotte und zuletzt beim TuS Haltern das Tor gehütet hat. „Wenn ich auf dem Platz stehe, kann ich gedanklich komplett abschalten.“

Er weiß, wovon er spricht. Fünf Jahre lang war der Kaufmann Geschäftsführer einer kleinen Lkw-Spedition, die er von seinem Onkel geerbt hatte, die aber nun nach und nach liquidiert wird. „Da hab ich bis 18 Uhr gearbeitet und dann ging’s zum Training“, so Tantow. „Das Berufsleben hat mich schon länger in Beschlag.“

 Und warum sollte man solch ein Doppeltalent nicht nutzen? „Interessant ist, dass RW Ahlen hier im Umkreis einen schlechteren Ruf hat als in der weiteren Region“, hat Tantow bei der bislang einmonatigen Sponsorensuche und -pflege festgestellt. „Klar, es gibt einiges aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, aber wir haben hier jede Menge Potenzial, und RW Ahlen ist in Deutschland immer noch ein interessanter Name“, will er den nutzen, um in Zukunft die bisherigen Marketingpartner zu pflegen und neue Gönner zu gewinnen.

Und das nicht nur in Schlips und Kragen. „Wenn ich wieder spiele, kann ich auch dazu beitragen, dass wir sportlich erfolgreich sind“, ist der Münsteraner optimistisch. Regionalliga verkauft sich eben einfach besser ...

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