Theo Schneider hält die Augen weiterhin offen
Bild: Dünhölter
Weitestgehend im Griff hatte David Czyszczon (links) Essens Christian Knappmann. Einmal entwischte der wuchtige Stürmer jedoch am Dienstagabend – und traf zur 2:1-Führung für RWE.
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Wieder verloren, wieder eine Rote Karte, immer noch auf dem vorletzten Tabellenplatz – der SCW findet keinen Weg aus der Krise. Immerhin: Theo Schneider deutete gestern vage an, dass sich in Sachen Personal bis Sonntag doch noch etwas tun könnte.

Eins steht in punkto möglicher Neuverpflichtungen fest: „Ich halte die Augen offen. Aber es muss hundertprozentig passen.“ Namen nennt SCW-Trainer Schneider genauso wenig wie Vereine. Allerdings: Zlatko Muhovic werde es tatsächlich nicht. „Ich habe noch einmal mit dem Berater gesprochen. Er will sich in Münster durchsetzen und frühestens im Winter wechseln“, erklärt Schneider und fügt hinzu: „Das hilft uns jetzt natürlich nicht weiter.“ Wohl wahr.

Unterdessen hat der SC Wiedenbrück seine Absichten bekräftigt, gegen die Strafe für Cihad Kücükyagci, der gegen Essen nach einem vermeintlichen Schlag mit dem Ellbogen in der 30. Minute die Rote Karte gesehen hatte, vorzugehen. „Wir haben Videomaterial, das belegt, dass Essens Spieler in Cihad Kücükyagci hineinläuft“, sagt SCW-Geschäftsstellenleiter Bernhard Hartmann.

Gemeint ist Benjamin Wingerter, der sich nach dem angeblichen Foul vor Schmerzen auf dem Boden wälzte, nur um kurz darauf munter weiterzuspielen. Ein Verhalten, dass bei Wiedenbrücks Verantwortlichen naturgemäß nicht auf Gegenliebe stieß: „Ob man da einen auf sterbenden Schwan machen muss, weiß ich nicht“, sagt Hartmann.

So oder so, sollte der Verband wie erwartet die für eine Tätlichkeit typische Sperre von mehreren Wochen gegen Kücükyagci verhängen, wird der SCW Einspruch einlegen. „Wir brauchen jeden Mann“, sagt Schneider, der bis zu dem Platzverweis höchst angetan von der Leistung Kücükyagcis war. Dieser stand gegen Essen zum ersten Mal in der Startelf. Sebastian Sumelka dagegen, der gegen Bochum II die Rote Karte gesehen hatte, ist für vier Partien gesperrt worden.

Am Sonntag geht es nun mit dem Heimspiel gegen die Sportfreunde Siegen weiter. Was bleibt, ist Hoffnung. Und die besteht weiterhin, trotz des erneuten Rückschlags am Dienstagabend. „Wir kommen wieder“, sagt Schneider. Ein Mann, ein Wort.

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