Tiefe Einsichten im Pulverwald
Rudelbildung in den Katakomben: RW Ahlen feiert im Pulverwald-Stadion in Erndtebrück sein überlegenes 4:1.

 „Wir waren galliger und läuferisch besser, hätten es nur früher klarmachen müssen“, fühlte sich Trainer Christian Britscho mit den guten Einsichten in der  Pulverwald-Kampfbahn „tiefenentspannt.“

Einziges Problem des Gala-Nachmittags: Marko Onucka hat sich erneut verletzt und musste früh mit Adduktoren-Problemen Luca Steinfeldt weichen (23.), der aber den Ansprüchen im Sturmzentrum mit zwei Treffern deutlich gerecht wurde. „Wenn wir unsere Chancen konsequent ausspielen, dann sieht das Ergebnis noch weitaus deutlicher aus“, urteilte der Angreifer hernach. „Nachdem wir gegen Meinerzhagen schon hätten gewinnen müssen, war das heute extrem wichtig für uns.“

Auch, wenn es etwas mühselig begann: Budak hatte die Gäste zwar per Kopf in Front gebracht (3.), danach aber kam gegen klar unterlegene Erndtebrücker bis auf zwei Höveler-Möglichkeiten nichts mehr. Im Gegenteil: Der TuS glich frecherweise sogar durch Yazar aus (60.). Wieder das alte rotweiße Lied?

Nein, zwei Minuten später verwertet Steinfeld einen langen Ball des wertvollen Rückkehrers Schurig zum 2:1, und in der 65. Minute trifft Lindner nach Ecke von Nieddu – per Kopf natürlich, oder? Falsch gedacht, der Innenverteidiger nagelt diesmal den Ball mit dem Schlappen unter die Latte. Man kam aus dem Staunen nicht heraus.

 Auch nicht über Akil Cömcü, der nach der Pause sein überzeugendes Oberliga-Debüt gab und nicht nur diese Ecke herausholte, sondern dann auch noch Steinfeldt ein zweites Mal schickte, der dann überlegt im Solo zum 4:1 einnetzte (86.). „Der hat Dampf reingebracht“, freute sich der Trainer über Cömcü und trauerte anschließend nur einem möglichen Kantersieg hinterher. Schmitz trifft aus 20 Metern knapp drüber, Budaks Ball landet im Außennetz, und Schmitz’ an den Pfosten. Das können sie also auch noch, fast schon beruhigend.

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