Timmy Thiele rettet SCW einen Punkt 
Bild: Dünhölter
Timmy Thiele (l.) bejubelt den SCW-Führungstreffer. Marcel Deelen eilt zum Gratulieren herbei.   
Bild: Dünhölter

 In diesem wichtigen Duell erwischte der SC Wiedenbrück einen traumhaften Start. Zwar hatte zunächst Aliosman Aydin eine erste gute Möglichkeit für den KFC (11.), doch im Gegenzug schlugen die Gäste zu. Und es war ausgerechnet Winter-Neuzugang Timmy Thiele, der bei seinem Startelf-Debüt nach Zuspiel von Carsten Strickmann im Strafraum eiskalt blieb.

Uerdingen war nun erst schockiert, dann wütend. Das lag auch an Wiedenbrücks Verteidiger Jure Colak, der in der 23. Minute nach einem eigenem Foul und anschließendem Rempler eines Gegenspielers theatralisch zu Boden ging und daraufhin der Buhmann im Grotenburg-Stadion war und bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde.

„Hier geht es um Existenzen, das hat man an der hitzigen Atmosphäre gemerkt“, sagte Colak nach der Partie und schob noch hinterher: „Das gefällt mir.“

Daraufhin versuchte der KFC mit aller Macht, Druck auszuüben, erspielte sich jedoch nur eine gute Möglichkeit. Kurz vor der Pause kam Kofi Schulz nach einer Ecke frei zum Kopfball, doch der Versuch landete in den Armen von SCW-Torhüter Marcel Hölscher. Nur wenige Minuten zuvor hätte Wiedenbrück allerdings auch erhöhen können. Nach tollem Zuspiel von Massih Wassey in den Lauf wurde Timmy Thiele erst im Strafraum durch Ioannis Alexiou gestoppt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb Uerdingen das engagiertere Team. Wiedenbrück dagegen lauerte auf Konter, um dem taumelnden KFC den entscheidenden Schlag zu verpassen.

Doch daraus wurde nichts: In der 63. Minute startete der kurz zuvor eingewechselte Ex-Wiedenbrücker Tim Knetsch auf der linken Seite durch, spielte in die Mitte zu Aliosman Aydin, der den Ball zum 1:1 ins Tor grätschte.

Jetzt war das Geschehen komplett offen, da beide Teams den Weg zum 2:1 suchten. Die erneute Führung auf dem Fuß hatte kurz vor Schluss jedoch erneut Timmy Thiele. Nach Erdogmus-Zuspiel war der Stürmer frei, verzog jedoch.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Phase, in der wir zu passiv waren. Jetzt müssen wir mit diesem Unentschieden leben“, sagte SCW-Trainer Alfons Beckstedde.

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