Tissen boxt am 24. Oktober um WM-Gürtel
Foto: Havelt
Elina Tissen ist bereit: Lieber heute als morgen würde die 34-jährige Warendorferin wieder um einen WM-Gürtel im Federgewicht kämpfen. Am 24. Oktober soll es in Freckenhorst soweit sein.
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Schauplatz wird die Trainingshalle der Warendorfer Weltmeisterin Elina Tissen an der Everswinkeler Straße in Freckenhorst sein. Dort wird „Elin the Machine“ darum kämpfen, sich wieder einen Titel zu holen. Dann geht es um die Krone der WBF (World Boxing Federation). Mit potenziellen Gegnerinnen wird derzeit verhandelt. 

Platz für einen Ring und ein paar Besucher ist in der geräumigen Trainingsstätte auf jeden Fall. „Wir planen die Veranstaltung für 200 Zuschauer“, sagt Organisationsleiterin Anne Wargel mit Blick auf die Hygiene- und Abstandsregeln während der Corona-Pandemie. „Ich denke, die Fans und Sponsoren werden uns nicht hängenlassen.“ Finanziell ist so eine Veranstaltung schon ein kleiner Kraftakt, zieht man doch eigentlich die meisten Einnahmen aus dem Kartenverkauf. „Es wird eine kleine Veranstaltung, die aber trotzdem hochwertig sein wird“, verspricht Wargel. „Wir sind froh, dass Elina dann überhaupt wieder boxen kann.“ 

Der Hintergrund ist letztlich, dass Tissen endlich einen Wettkampf bestreiten kann und nicht noch länger von der Pandemie ausgebremst wird. Im Training ist die 34-Jährige ohnehin schon lange wieder und topfit ist sie auch. „Elina ist heiß wie Frittenfett“, sagt ihr Trainer Maiki Hundt. „Fitness und Schlagkraft, beides ist optimal. Es ist schön, das zu sehen. Sie könnte von heute auf morgen in den Ring steigen. Und das, obwohl wir mit der speziellen Vorbereitung auf den Kampf noch gar nicht begonnen haben. 

„Ich will wieder Weltmeisterin werden. Und das so schnell wie möglich“, sagt Tissen selbst. Auch mit 34 Jahren ist sie hoch motiviert. Das war es noch nicht mit der Profikarriere der Warendorferin, die elf Jahre lang ungeschlagene Weltmeisterin war, ehe sie ihre Titel der WIBF und GBU nach Unstimmigkeiten mit den Verbänden im Frühjahr 2019 niederlegte. 

„Elin the Machine“ will es noch einmal wissen. „Sie trainiert wie eine Wahnsinnige“, weiß Hundt, der seinen Schützling eher ein wenig bremsen als motivieren muss. „Wir sind glücklich, dass wir Ende Oktober endlich wieder einen offiziellen Kampf machen können.“

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