Tissens Manager sagt WM-Kampf vorerst ab
Bild: Havelt
Maiki Hundt (r.) sagte den WM-Kampf vorerst ab.
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So sah sich Tissens Trainer und Manager genötigt, den Kampf vorerst abzusagen. „Die Glocke“ sprach darüber mit dem Beckumer Maiki Hundt.

„Die Glocke“: Wird es noch zum Kampf Dailydaite gegen Tissen in Dortmund kommen?
Hundt: Derzeit sieht es nicht so aus. Die Gegenseite hat da ein paar Fehler gemacht.“

„Die Glocke“: Was ist los?
Hundt: Es gibt Unstimmigkeiten im Kampfvertrag. Da wurden Dinge, die wir anders besprochen haben, verfälscht. So können wir ihn nicht akzeptieren.

„Die Glocke“: Es geht in erster Linie um den aufsichtsführenden Boxverband. In diesen Fall den Bund Deutscher Faustkämpfer (BDF). Wo ist das Problem?
Hundt: Elina bekommt von ihrem Verband, in dem sie gemeldet ist (GBA), keine Freigabe, um unter der Flagge des BDF zu boxen. Zudem ist es ein noch junger Verband, der noch nicht zur internationalen Boxfamilie gehört. Es würde in den USA nicht in die Rangliste eingetragen. Das geht nicht, da wir zeitnah eine Option haben, in den USA zu boxen. Wir haben vier verschiedene Verbände zur Aufsicht angeboten, allerdings wurde darauf bisher nicht reagiert.


 „Die Glocke“: In der Dortmunder Presse war zu lesen, dass sie nur deshalb auf andere Aufsichts-Verbände bestehen, um Punktrichter stellen zu können.
Hundt: „Die stellen gar keine Punktrichter, das tun allein die drei Weltverbände WIBF, GBU und GBC um deren Titel es geht. Ich kann da nur schmunzeln.


„Die Glocke“: Waren die Punktrichter nicht bereits im Vertrag festgeschrieben?
Hundt: Definitiv. Nachdem wir den Vertrag mehrfach aufgrund verfälschter Punkte moniert hatten, wurde von Dailydaite-Manager Timor Khalil auf einmal ein anderes Punktgericht, mit dabei war dann der Präsident des BDF, eingetragen, ohne uns zu fragen. Gerade diesen Punktrichter werden wir nicht akzeptieren.

„Die Glocke“: Außerdem ließ Dailydaites Trainer Thorsten Brück verlauten, nur um den WIBF-Titel boxen zu wollen. Von GBU und GBC war gar nicht mehr die Rede.

Hundt: Das war auch sehr lustig für uns, schließlich hat Brück einen Vertrag unterschrieben in dem klar stand, dass es um alle drei Federgewichts-Titel geht.

„Die Glocke“: Es wäre doch auch ungewöhnlich, nicht um alle Titel zu boxen. Oder?
Hundt: Elina hält drei Welttitel und wird immer alle drei verteidigen. Alles andere wäre unrühmlich. Es würde auch nicht funktionieren, da wir Fristen einhalten müssen. Würde man nur einen Titel verteidigen, würden die Fristen für die anderen verstreichen und wir müssten sie niederlegen. Das werden wir nicht tun.

„Die Glocke“: Werden die Titel denn trotzdem noch fristgerecht bis zum 27. April verteidigt? Hundt: Ganz sicher. Wir sind schon dabei, uns nach einer Veranstaltung umzusehen, wo wir den Kampf einbringen können. Vielleicht ist es aber auch noch möglich, eine eigene Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

„Die Glocke“: Käme dann Goda Dailydaite noch als Gegnerin infrage?
Hundt: Ja, nach wie vor. Sie ist herzlich willkommen gegen Elina zu kämpfen, so sie denn das Börsenangebot unserer Promoterin Miriam Bohn akzeptiert. Dann wäre alles in trockenen Tüchern und sie hätte ihren Kampf.

 „Die Glocke“: Die Boxfans dürfen also noch hoffen?
Hundt: Wir geben den Tipp an die Gegenseite, alles noch einmal zu überdenken. Wir würden gerne in Dortmund gegen Goda boxen.

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