Titelverteidiger FCG scheitert an VfB-„Löwen“
Bild: Martinschledde
Nach langer Pause stand Matthäus Wieckowicz (l.) im Halbfinale des Fußball-Kreispokals beim VfB Schloß Holte erstmals wieder für den FC Gütersloh auf dem Platz. Die Niederlage konnte er allerdings nicht abwenden, da die Kraft nur für die ersten 45 Minuten ausreichte.
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Während die von Mario Lüke trainierten Gastgeber ihren Einzug ins Halbfinale lautstark bejubelten, hielt sich der Frust beim Gütersloher Oberligatrainer Fatmir Vata in Grenzen. „Natürlich bin ich sauer. Aber ebenso froh darüber, dass wir nicht über 120 Minuten gehen mussten“, hofft der Ex-Profi, angesichts des angeschlagenen Kaders den Kräfteverschleiß in Grenzen zu halten. Denn schon zweimal schwächelte der FCG im Anschluss an 120-minütige Pokalspiele anschließend in der Meisterschaft. „Zudem sind wir ja auch noch im Westfalenpokal vertreten.“

Auf dem Kunstrasen lieferten die „Löwen“ aus Schloß Holte im ersten Durchgang eine überzeugende Leistung ab. So fiel der Führungstreffer durch Ibrahim Kalemci aus spitzem Winkel gar nicht einmal unverdient (29.). Die beste Gästechance setzte Jannis Flaskamp nur eine Minute später gegen den Pfosten. Doch das große Aufbäumen gegen die drohende Niederlage blieb aus.

Selbst im zweiten Durchgang, als Vata mit Lars Beuckmann und Exauce Andzouana zwei Stammkräfte brachte, hatten die Gäste erst leichte Vorteile, als beim VfB allmählich die Kräfte schwanden. Dies nutzte Andzouana in der 65. Minute zum Ausgleichstreffer. Der gestern Abend bärenstark aufspielende Maximilian Ulrich drehte allerdings die Partie. Erst klärte der ehemalige Schloß Holter Yannick Ellguth mit einer guten Parade gegen Ulrich, doch der setzte nach und schoss seinen VfB mit dem 2:1 ins Kreispokal-Halbfinale.

„Nach unserem Führungstreffer habe ich daran geglaubt, dass heute gegen den FC Gütersloh etwas geht. Wir haben verdient gewonnen“, jubelte Mario Lüke.

Anadoluspor Harsewinkel – SV Spexard 1:4 (1:1). Mit 0:1 geriet Westfalenligist Spexard bei dem B-Kreisligisten aus Harsewinkel in Rückstand (10.), ehe die Mannschaft von Trainer Giovanni Taverna das Geschehen nach einer zerfahrenen Anfangsphase zusehends in den Griff bekam. „Wir haben nach dem Rückstand die Ruhe bewahrt“, erklärte der Sportliche Leiter Klaus Rickmann. Nach einer halben Stunde erzielte Oguzhan Topalca den Ausgleich.

Die zweite Halbzeit gehörte komplett dem Vorjahresfinalisten. „Wir haben uns zahlreiche Chancen herausgespielt“, schilderte Rickmann die Überlegenheit der „Spechte“. Mats Marek Drücker erhöhte auf 2:1 für die Gäste, dann langte Topalca noch zweimal zum verdienten 4:1-Sieg zu. Somit treffen die „Spechte“ im Halbfinale auf den FCG-Bezwinger VfB Schloß Holte.

Aramäer Gütersloh – TuS Friedrichsdorf 2:4 (0:1). „Ich freue mich total, denn so leicht war das nicht“, war TuS-Trainer Siggi Meyer stolz auf die Leistung seines sehr jungen und personell quasi aus dem letzten Loch pfeifenden Aufgebots. Nach langer Abtastphase mit mehr Ballbesitz für die klassentieferen Aramäer ging der Bezirksligist durch einen Konter von Torben Budde (42.) kurz vor dem Seitenwechsel in Führung.

Cem Okan Can (50.) und Can Bulut Özkan nach schöner Kombination erhöhten auf 3:0 für Friedrichsdorf. Doch die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen und verkürzten durch Stephan Dalmis (73.) und Victor Nnodim (81). In der hektischen Schlussphase sorgte Furkan Yilmaz in der 90. Minute für die Entscheidung. Die „Tipper“ treffen im Halbfinale auf den Gewinner der Partie FSC Rheda – RW Mastholte, die am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr angepfiffen wird. Die Vorschlussrunde wird am Mittwoch, 29. März 2017, ausgetragen.

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