Tolle Moral beschert Verl späten Punkt 

Denn Haralambos Makridis bescherte Verl mit seinem Treffer in der Nachspielzeit das verdiente 1:1, nachdem Marvin Büyüksakarya die Gäste erst in der 82. Minute in Führung gebracht hatte.

 „Für uns war es eine gefühlte Niederlage. Aber das Remis war vom Spielverlauf her gerecht. Und im letzten Jahr haben wir in der 93. Minute den Ausgleich erzielt“, trauerte SCW-Innenverteidiger Sebastian Spinrath trotzdem dem Sieg hinterher. Mit dem sechsten Unentschieden im 13. Derby konnten vor allem die Hausherren prima leben.

Während Gäste-Trainer Ali Beckstedde der Mannschaft vertraute, die am Dienstagabend RW Ahlen mit 5:1 vom Platz gefegt hatte, baute Golombek nach dem 2:2 beim Aufsteiger Sprockhövel auf zwei Positionen um. Auf der linken Außenbahn übernahm wieder Marco Kaminski für Daniel Schaal den offensiven Part, auf der Doppelsechs agierte Daniel Mikic für Jannik Schröder.

Es entwickelte sich ein Derby ohne sonderliche Höhepunkte. Ein Lattenstreifschuss von Marco Kaminski (8.) und ein Drehschuss von Pierre Merkel knapp neben den Pfosten (30.) bildeten die verteilten Höhepunkte des ersten Durchgangs. „Die erste Halbzeit war ganz schlecht“, spornte Golombek seine Elf in der Pause an.

Mit Wirkung, denn Verl agierte fortan aggressiver und verbuchte einen Pfostentreffer durch Kaminski (53.). Den Bann brach hingegen das Gästeteam. Vorausgegangen war ein Schnitzer von Verls Innenverteidiger Julian Stöckner, wodurch Torwart Robin Brüseke mit einer Glanztat gegen Merkel retten musste. Den Abpraller verwertete Büyüksakarya zum 1:0 (82.).

 Verl gab sich vor 1470 Zuschauern an der Poststraße nicht verloren und kämpfte erfolgreich bis zum Schlusspfiff. Einen Patzer von Wiedenbrücks Routinier Carsten Strickmann nutzte Viktor Maier zu einem gefühlvollen Zuspiel fast von der Grundlinie auf Makridis. Der Jungspund blieb eiskalt und netzte zum 1:1 ein. „Das war ein klassisches Derby.

Mit dem 1:1 können wir rundum zufrieden sein“, atmete SCV-Kapitän Julian Schmidt auf, während sich Ali Beckstedde ärgerte: „Nicht unverdient, aber zu solch einem späten Zeitpunkt…“

SOCIAL BOOKMARKS