Ton beim SC Wiedenbrück wird schärfer
Bild: Dünhölter
Enttäuschung beim SC Wiedenbrück: Für Aday Ercan und seine Mitspieler reichte es gegen Hamm nur zu einem 2:2.
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Bitteres Déjà-vu-Erlebnis im Jahnstadion: Wie bereits vor zwei Wochen gegen den TuS Erndtebrück hat sich der SC Wiedenbrück am Sonntag gegen die Hammer Spielvereinigung einen haarsträubenden Umgang mit seinen Chancen geleistet. Und diesmal wurde das bestraft: Gegen das Oberliga-Schlusslicht hat es nur zu einem 2:2 gereicht.

Nach dem dritten Unentschieden aus sechs Saisonpartien wird der Ton an der Ems langsam schärfer. „Ich sage am besten gar nichts, damit ist alles gesagt“, erklärte Alexander Brentrup aus dem Vorstand unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Kapitän Oliver Zech formulierte es so: „Es wird von Spiel zu Spiel schlimmer. Wenn wir unsere Chancen nutzen, steht es zur Halbzeit 4:0, wie schon gegen Erndtebrück und Sprockhövel auch. Wir sind selbst schuld.“

„Ich bin sehr enttäuscht“

Trainer Björn Mehnert machte aus seinem Ärger ebenfalls keinen Hehl: „Ich bin sehr enttäuscht, das war ein schlechtes Spiel von uns. Von dem einen oder anderen Spieler, der denkt, wir spielen hier mal eben ein Jahr Oberliga, erwarte ich mehr.“ Derweil freute sich Hamm diebisch über einen Punktgewinn, der bei normalem Verlauf niemals möglich gewesen wäre. „Passiert auch nicht so oft, dass man mit einem Torschuss zwei Tore macht“, schüttelte auch Björn Mehnert nur mit dem Kopf.

Omar verschießt Elfmeter

Denn während sein Team anrannte und vor allem in der ersten Halbzeit eine Chance nach der anderen verbaselte, kamen die Gäste dank gütiger Mithilfe der Wiedenbrücker Defensive zur Führung. In der vierten Minute flog eine Hereingabe in den Strafraum, Torwart Marcel Hölscher war bereits unterwegs, doch Innenverteidiger Tristan Duschke beförderte den Kugel in perfekter Stürmer-Manier ins eigene Netz. Symptomatisch für das Spiel des SCW war in der 31. Minute der Handelfmeter von Luei Omar, den Hamms Torwart Frederic Westergerling problemlos parierte.

Wende zum Guten? Von wegen!

Im zweiten Durchgang schien das lange überfällige 1:1 durch Phil Beckhoff (56.) für Wiedenbrück die Wende zum Guten einzuleiten. Tja, wäre da nicht der Stellungsfehler von Duschke gewesen, der es dem früheren SCW-Angreifer David Loheider nur zwei Minuten darauf ermöglichte, frei auf Hölscher zuzulaufen und zum 2:1 zu vollstrecken. Jetzt rannte der SCW mit aller Macht, aber bedenklich wenig Konzept an. Das Omar erst in der Schlussminute immerhin noch den Ausgleich erzielte, vermochte die Stimmung am Jahnstadion nur geringfügig aufzuhellen.

Einen Kommentar zur Situation beim SC Wiedenbrück lesen Sie am Montag, 16. September, in der „Glocke“.

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