Toni Haßmann siegt als letzter Starter
Als letzter Starter im Stechen sicherte sich Toni Haßmann mit Contendrix nach 2014 erneut den Sieg im Großen Preis.

 Haßmann hatte den Großen Preis von Steinhagen bereits 2014 gewonnen. Wie anspruchsvoll der Parcours des S-Springens auf Drei-Sterne-Niveau war, zeigte der Umstand, dass von den 36 Paaren des Normalumlaufs lediglich vier mit fehlerfreien Ritten ins Stechen kamen. Das Nachsehen hatten selbst Weltklassereiter wie Philipp Weishaupt (Riesenbeck), Kathrin Eckermann (Füchtorf) oder die Schweizerin Clarissa Cotta, die Strafpunkte kassierten.

Immerhin gelang es Weißhaupt mit seinem zweiten Pferd, das Stechen zu erreichen. Hier lieferte Michael Hagemann (ZRFV Appelhülsen) mit seiner Stute Miss Balou eine Nullrunde in 43,79 Sekunden ab, die nicht zu toppen schien. Doch wieder einmal zeigte sich, dass ein Springen erst mit dem letzten Starter entschieden ist. Denn Toni Haßmann galoppierte zum Abschluss des Stechens seinen Contendro I-Sohn Contendrix von Anfang an auf Angriff und benötigte für seine fehlerfreie Runde nur 43,37 Sekunden und verwies Hagemann auf Platz zwei. Dritter wurde Philipp Weishaupt, der mit Carlail ohne Strafpunkte nach 45,44 Sekunden im Ziel war.

Bester Reiter aus der Region war der für den ZRFV Versmold startende Holger Wenz als Vierter, der mit Conner im Stechen zwei Abwürfe kassierte.

Das Hauptspringen am Samstag gewann Markus Brinkmann (Herford) mit Pikeur Callas vor Toni Haßmann mit Contendrix und Mathis Schwentker (Hagen a.T.W.) mit Estaval.

Die wichtigste Dressurprüfung sicherte sich am Sonntagmittag Ann Kathrin Schulte-Varendorff (Ibbenbüren). Mit der aus Familienzucht stammenden Stute Santa Maria siegte sie mit 69,211 Prozent in einer Dressurprüfung Intermediaire auf Zwei-Sterne-Niveau. Die Plätze zwei und drei gingen an Lilian Schilling (Bad Salzuflen) mit Diba (68,289 Prozent) und Tatjana Stoff (Selm) mit Coronelli (66,184 Prozent).

Zudem trugen die Tierärzte ihre Europameisterschaft im Springreiten in Steinhagen aus. Es gewann der in Österreich lebende deutsche Veterinär Alexander Schoenberg mit Wembley R, der nach drei Runden mit vier Umläufen keinen Strafpunkt auf seinem Konto hatte.

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