„Tor-Biene“ Potsdam entzaubert FSV Gütersloh
Bild: Steinecke
Ernüchterung beim Gastgeber: Während Potsdam mit der ehemaligen Gütersloherin Nina Ehegötz und Anna Gasper den verdienten 6:0-Erfolg bejubelt, schieben FSV-Abwehrspielerin Birgitta Schmücker und Torfrau Sarah Rolle Frust.
Bild: Steinecke

 Abwehrspielerin Birgitta Schmücker dagegen schon. Nicht so sehr über die Höhe des Ergebnisses, eher über die Entstehung. „Wir haben die Gegentore zu einfach hergeschenkt“, sagte Schmücker, die weiter ergänzte: „Und zum Schluss sind wir nicht mehr hinterhergekommen. Da ist uns die Puste ausgegangen.“

Die Potsdamerinnen waren allerdings auch immer einen Schritt voraus, als die Gastgeberinnen noch genug Luft hatten. Das wusste auch Hainke, die neidlos anerkannte: „Mehr Schnelligkeit und bessere Technik.“ Nicht umsonst ermahnte sie ihre Elf gleich von Beginn an lautstark: „Eng dran sein.“ Die Gäste waren nämlich nur mit einer konsequenten Abwehrarbeit zu halten.

In den ersten 15 Minuten setzte ihre Mannschaft das auch ordentlich um und sogar Akzente nach vorne. Isabelle Wolf kam in der zehnten Minute nur denkbar knapp zu spät, um den Ball mit der Fußspitze ins Potsdamer Tor zu spitzeln. Und zwei Minuten später zirkelte Marie Pollmann ihren Freistoß unten links am Pfosten vorbei.

Auch wenn Potsdam anschließend den Druck erhöht hatte, bis zur 22. Minute stand bei den Dalkestädterinnen die Null. Dass das erste Tor der Gäste jedoch in der Luft lag, spürte auch Britta Hainke. „Spielt ihn raus, spielt ihn raus“, rief die Trainerin. Ihrer Mannschaft gelang es aber nicht, rund um den eigenen Strafraum Klarheit zu schaffen. Davon profitierte die Potsdamerin Rahel Kiwic. Und nachdem in der 27. Minute das 0:2 gefallen war, verlor der FSV immer mehr die Ordnung. Auch hier hatten die Gastgeberinnen das Leder nicht schnell genug aus der Gefahrenzone gebracht. „Nach dem Treffer wurde es schwierig, da war das Spiel fast schon entschieden“, sagte Hainke.

Tatsächlich überließen die Gütersloherinnen den Gästen nun immer mehr die Spielanteile. Die genossen den Freiraum und bedankten sich mit vier weiteren Treffern bei ihren mitgereisten Fans, die sich mit „Tor-Biene“-Anfeuerungsrufen revanchierten. Das Endergebnis markierte die ehemalige Gütersloherin Nina Ehegötz (78.).

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