Tor in der Nachspielzeit rettet SC Verl
Bild: Dünhölter
Freude an der Poststraße: Durch den späten Treffer von Torjäger Hamadi Al Ghaddioui durfte der SC Verl im Heimspiel gegen RW Essen ein 1:1 bejubeln.
Bild: Dünhölter

Was für ein Schlussakt: Sekunden vor dem Ende hat Verls Torjäger Hamadi Al Ghaddioui mit seinem Treffer den Hausherren im Heimspiel gegen RW Essen noch einen Punkt gerettet. Einen Schuss von Jannik Schröder ließ Essens Torwart Robin Heller nur abprallen - und Al Ghaddioui stand genau dort, wo ein Stürmer zu stehen hat, und vollendete. Es war bereits der achte Saisontreffer des Angreifers, damit liegt er in der Torjägerliste der Regionalliga vorne.

Verl konzentriert sich auf die Defensive

Im ersten Durchgang hatte RW Essen das Spiel dominiert, während sich der SC Verl auf die Defensive konzentrierte. Dieser Plan schien zunächst aufzugehen: Die Gäste hatten bei allem Übergewicht große Probleme, sich Chancen zu erspielen. So dauerte es bis zur 71. Minute, ehe das erste Tor fiel. Nach einer Flanke hatte Kevin Behrens viel zu viel Platz und Zeit - folgerichtig war die Führung für Essen. Doch jetzt begann das Verler Anrennen.

„Ein gefühlter Sieg“

Doch lange Zeit sah es trotz der Schlussoffensive nicht so aus, als könnte der Sportclub dieser Partie noch eine Wendung geben. Doch dann ging es in der Nachspielzeit Schlag auf Schlag: Zunächst sah Essens Kasim Rabihic Gelb-Rot. Es folgte eine Rudelbildung und noch ein kleiner Zeit-Zuschlag für die Hausherren. Und jetzt schlug die Stunde von Hamadi Al Ghaddioui. „Das ist ein gefühlter Sieg. Ein Riesen-Kompliment an meine Mannschaft. Wir sind in der ersten Halbzeit nur hinterhergerannt, haben aber trotzdem bis zur letzten Sekunde alles gegeben“, sagte Verls Trainer Andreas Golombek stolz.

Erneuter Rückschlag für Wiedenbrück

Einen erneuten Rückschlag in einem Auswärtsspiel setzte es für den SC Wiedenbrück. Bei der U 23 von Borussia Dortmund kassierte das Team von „Ali“ Beckstedde eine ziemlich ärgerliche Niederlage. „Das war völlig unnötig, dass wir hier keine Punkte mitgenommen haben“, erklärte der SCW-Trainer nach der Partie vor 1064 Zuschauern im Stadion Rote Erde. Bitter war die Pleite vor allem deshalb, weil die Gäste im ersten Durchgang tonangebend waren, einmal mehr aber gute Chancen ausließen.

Mal wieder zu wenig Torgefahr

Stattdessen besorgte Michael Eberwein in der 34. Minute das 1:0 für Schwarz-Gelb. Doch Wiedenbrück schlug noch vor dem Seitenwechsel zurück: Sekunden vor dem Halbzeitpfiff traf Stipe Batarilo mit einer Direktabnahme genau in den Knick. Doch anstatt nach diesem Erfolgserlebnis mit breiter Brust aus der Kabine zu kommen, wurde der SCW in der zweiten Halbzeit immer fahriger. Auch der Versuch von Beckstedde, mit der Hereinnahme von Aleksandar Kotuljac für Max Wilschrey mehr Torgefahr zu erzeugen, schlug fehl. Der BVB dagegen wechselte den entscheidenden Mann ein: Philipp Hanke, ebenfalls nach der Pause gekommen, traf in der 84. und 88. Minute und machte die Enttäuschung für den SCW perfekt.

Die kompletten Analysen und weitere Reaktionen zu den Regionalliga-Spielen des SC Verl und des SC Wiedenbrück lesen Sie am Montag in der „Glocke“.

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